Navigationsleiste

Parlament und Rat einigen sich auf Regeln für Wirtschaftsprüfer

17.12.2013 Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat die Einigung der Unterhändler von EU-Parlament und Mitgliedsstaaten am Dienstagmorgen auf strengere Regeln für Wirtschaftsprüfer begrüßt.

"Auch wenn nicht so ehrgeizig wie von der Kommission vorgeschlagen, so wurden doch Maßnahmen beschlossen, welche die Unabhängigkeit der Prüfer stärken", sagte er.

Börsennotierte Unternehmen und Finanzinstitute müssen ihre Wirtschaftsprüfer künftig spätestens alle zehn Jahre wechseln. Sie werden ermutigt, gemeinsame Audits durch mehrere Prüfgesellschaften durchführen zu lassen. Das Rotationsprinzip soll gewährleisten, dass Prüfer und Geprüfte sich nicht zu sehr aneinander gewöhnen und eine professionelle Skepsis auf Seiten der Prüfer gewahrt bleibt. Abschlussprüfer, die die Bilanz eines Unternehmens testieren, dürfen das Unternehmen nicht gleichzeitig beraten, etwa in Steuerfragen.

In der Finanzkrise seit 2007 war offenbar geworden, dass viele Banken von ihren Wirtschaftsprüfern beste Bilanzen bescheinigt bekommen hatten, obwohl sie wenig später Milliardenverluste hinnehmen mussten. Auch in anderen Wirtschaftssektoren war eine langjährige Geschäftsbeziehung zwischen Prüfern und Geprüften bisher üblich. 

Die Erklärung von Binnenmarktkommissar Barnier und Hintergründe (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Reform des Marktes für Abschlussprüfungen.

Zusatzinformationen

Übersicht EU-Aktuell

Eine Übersicht der veröffentlichten Nachrichten finden Sie auf dieser Seite

Newsletter-Abo

Newsletter-Abo

Täglich bestens informiert mit den Newslettern der Vertretung in Berlin. Hier können Sie sich anmelden.

Seiteninformationen