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Bahnverkehr: 1 Milliarde Euro für bessere Züge und Schienen

16.12.2013 Die Europäische Kommission will mehr Verkehr auf die Schiene bringen und hat heute (Montag) die öffentlich-private Partnerschaft "Shift2Rail" ins Leben gerufen.

Bis zu 1 Mrd. Euro soll in den kommenden sieben Jahren in die Entwicklung neuer Hochleistungszüge, intelligenter Verkehrsleitsysteme und besserer Infrastruktur fließen. Neun europäische Unternehmen, darunter Bombardier und Siemens, haben einen Beitrag von jeweils mindestens 30 Mio. Euro zugesagt.

Derzeit entfallen nur etwa zehn Prozent des Frachtverkehrs und sechs Prozent des Personenverkehrs in Europa auf die Eisenbahn. Siim Kallas, EU-Verkehrskommissar und Vizepräsident der Europäischen Kommission, sagte: "Wenn wir mehr Personen und Güter auf die Schiene bekommen wollen, muss die Bahn ihr Dienstleistungsangebot verbessern und attraktive Angebote für mehr Kunden schaffen. Hierzu sind Innovationen im Eisenbahnbereich erforderlich."

Eine aktuelle "Eurobarometer"-Umfrage zeigt, dass 58 Prozent der Europäer mit dem Schienenverkehr in ihrem Land generell zufrieden sind, jedoch nutzt nur jeder Vierte die Bahn regelmäßig. In Deutschland sind 42 Prozent der Befragten unzufrieden in Sachen Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Bahn, das ist der zweithöchste Wert in ganz Europa. 19 Prozent aller Europäer nutzen die Bahn nicht, weil sie beispielsweise wegen verminderter Mobilität Probleme auf Bahnsteigen oder in Zügen haben und Zugreisen wegen fehlender Informationen nur schwer planen können.

Mit "Shift2Rail" verdreifacht die Europäische Kommission ihren Beitrag Mittel für Eisenbahnforschung und –innovation auf 450 Mio. Euro für den Zeitraum 2014-2020. Die Bahnunternehmen steuern 470 Mio. Euro bei. Ziel der Partnerschaft ist es, die Lebenszyklus-Kosten im Bahnverkehr, also die Kosten für Bau, Betrieb, Instandhaltung und Erneuerung von Infrastruktur und Fahrzeugen, um bis zu 50 Prozent zu verringern. Die Kapazität der Bahnverkehrs soll um bis zu 100 Prozent steigen.

Mehr Informationen in der vollständigen Pressemitteilung.

Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage finden Sie hier.

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