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EU fordert WTO-Panel über chinesische Antidumpingzölle auf Stahlrohre

16.08.2013 Die Europäische Union will den Streit über chinesische Antidumpingzölle auf die Einfuhren nahtloser rostfreier Hochleistungsstahlrohre ("Hochleistungsstahlrohre") aus der EU beilegen.

Sie hat dafür heute (Freitag) die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf ersucht, ein Panel einzusetzen. Die EU vertritt die Auffassung, dass die chinesischen Antidumpingzölle sowohl aus verfahrenstechnischen als auch aus inhaltlichen Gründen nicht mit dem WTO-Recht vereinbar sind. Auf Ersuchen der EU fanden am 17. und 18. Juli 2013 Konsultationen statt, um den Streit beizulegen. Dabei wurden die Bedenken der EU hinsichtlich der Unvereinbarkeit der chinesischen Maßnahmen mit den WTO-Vorschriften jedoch nicht ausgeräumt.

"Die EU setzt ihren Kampf gegen ungerechtfertigte chinesische Handelsschutzmaßnahmen fort, die nicht mit den WTO-Regeln übereinstimmen und bei denen es sich häufig um Vergeltungsmaßnahmen zu handeln scheint. China hat den Fall eingebracht kurz nachdem die EU gegen die chinesischen Stahlimporte vorgegangen war. Aufgrund seiner offensichtlichen fachlichen Mängel sind wir zuversichtlich, dass die WTO unseren Antrag gegen diese Antidumpingzölle unterstützen wird", so der handelspolitische Sprecher der EU, John Clancy.

Nahtlose rostfreie Hochleistungsstahlrohre werden hauptsächlich in Überhitzern und Zwischenüberhitzern in superkritischen oder ultra-superkritischen Kesseln in Kraftwerken eingesetzt. Die EU-Ausfuhren dieser Rohre nach China beliefen sich 2009 auf einen Wert von etwa 90 Millionen Euro, sanken jedoch etwa zu der Zeit, als China im November 2012 die endgültigen Antidumpingzölle verhängte, unter 20 Millionen Euro. Seither behindern die Einfuhrzölle von 9,7 Prozent bis 11,1 Prozent auf Stahlrohre aus der EU den Zugang zum chinesischen Markt in hohem Maße.

Weitere Informationen in der ausführlichen Pressemitteilung.

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