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Weniger Zollkontrollen im Seeverkehr

08.07.2013 Den Transport von überlasteten Straßen auf den Schiffsverkehr verlagern und eine zügigere Zollabfertigung von Schiffen in den Häfen der EU will die Kommission mit ihrem heute (Montag) vorgelegten Vorschlag zur Schaffung eines  "Blauen Gürtels", eines einheitlichen europäischen Verkehrsraums für den Seeverkehr, erreichen.

Siim Kallas, der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, sagte: „Wir müssen das volle Potenzial des Kurzstreckenseeverkehrs im Hinblick auf kostengünstige, umweltfreundliche Transportlösungen nutzen, indem mehr Waren von Lkw und unseren überfüllten Straßen auf andere Verkehrsträger verlagert werden. Wir schlagen innovative Instrumente vor, um Bürokratie abzubauen und dazu beizutragen, dass die Schifffahrt zu einer attraktiveren Alternative für Kunden wird, die Waren in der gesamten EU befördern.“ Algirdas Šemeta, für Steuern und Zollunion zuständiger Kommissar, ergänzte: „Der Blaue Gürtel bringt den Binnenmarkt auf die Meere. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden sich eindeutig positiv auf die Schifffahrt auswirken, da durch sie die Kosten gesenkt, die Verwaltung vereinfacht, der Handel erleichtert und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger geschaffen werden.“

Spediteure und Ausführer klagen darüber, dass bei der Beförderung von Waren durch ganz Europa im Kurzstreckenseeverkehr durch aufwändige Verwaltungsverfahren in den Häfen zusätzliche Kosten verursacht werden und erhebliche Verzögerungen entstehen. Schiffe müssen oft stunden- und mitunter tagelang im Hafen auf die Zollabfertigung warten. Dadurch wird der Seeverkehr weniger attraktiv im Vergleich zum Straßenverkehr und noch mehr Lastkraftwagen sind auf bereits überlasteten Straßen unterwegs. Mit den neuen Vorschlägen will die Kommission die Zollverfahren innerhalb des EU-Seeverkehrs und für Schiffe, die Drittlandshäfen anlaufen, vereinfachen und den bestehenden Zollkodex verändern. Bis 2015 soll der "Blaue Gürtel" verwirklicht sein.

Weitere Informationen in der ausführlichen Pressemitteilung hier und einem Memo 

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