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Syrien: EU fordert mehr Engagement für Flüchtlinge in der Krisenregion

14.05.2013 Die Europäische Union hat ihre Hilfe für syrische Flüchtlinge um weitere 65 Millionen Euro auf über 800 Millionen Euro aufgestockt, um die humanitäre Krise in der Region abzufedern.

Dies sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagte die für Humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva heute (Dienstag) nach ihrer Rückkehr aus dem Libanon und Jordanien. Die Flüchtlingsströme aus Syrien insbesondere in den Libanon steigen weiter an, die Hauptleidtragenden sind Kinder. Angesichts dieser katastrophalen Situation appellierte Georgieva an alle Staaten, mehr Geld bereit zu stellen. Es fehle an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Strom. "Selbst wenn sich eine politische Lösung in den nächsten Wochen abzeichnen würde, an die niemand, mit dem ich dort gesprochen habe, glaubt, werden weiterhin viele Syrier das Land verlassen", sagte die Kommissarin.

Die Situation in der Region entwickle sich zur schlimmsten humanitären Katastrophe der jüngsten Zeit, so Georgieva. In Jordaniens größtem Flüchtlingscamp lebten über 100 000 Menschen. Die Situation  verschlechtere sich zunehmend und die Spannungen zwischen örtlicher Bevölkerung und Flüchtlingen stiegen. Schlimmer sei die Situation jedoch im bevölkerungsärmeren Libanon, das den Flüchtlingszustrom kaum bewältigen könne. Das Konfliktpotenzial in der Region sei  besorgniserregend und könne außer Kontrolle geraten, so Georgieva. Sie forderte die Staaten, die auf der Geberkonferenz im Januar Geld zugesagt und noch nicht gezahlt hatten, dazu auf, ihre Zusagen einzuhalten.

Mehr zu der Situation in der Region und der Hilfe in der EU finden Sie hier.

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