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Bürokratieabbau: Anerkennung öffentlicher Urkunden wird leichter und schneller

24.04.2013 Kostspielige bürokratische Stempel für die Beglaubigung von Geburts- und Heiratsurkunden, die anderen EU-Ländern ausgestellt werden, sollen bald der Vergangenheit angehören.

Die Kommission will mit ihrem heute (Mittwoch) vorgestellten Vorschlag  veraltete Verwaltungsvorschriften für die Beglaubigung öffentlicher Urkunden abschaffen und damit den Verwaltungsaufwand für Bürger und Unternehmen drastisch reduzieren. 

Viviane Reding, die für Justiz zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission sagte: „Die teuren Formalitäten, die jemand, der ins Ausland zieht, erledigen muss, um nachzuweisen, dass es sich bei seiner Geburtsurkunde tatsächlich um eine Geburtsurkunde handelt, oder einfach nur um ein Unternehmenszertifikat verwenden zu können, verursachen bürokratische Kopfschmerzen. Unzählige Male habe ich gehört, mit welch großem Aufwand es verbunden ist, diese unverständlichen Anforderungen zu erfüllen. Mit dem heute angenommenen Vorschlag will die Kommission Bürgern und Unternehmen die Ausübung ihres Rechts auf Freizügigkeit in der EU erleichtern."

Bürger und Unternehmen sollen keine teuren „legalisierten“ Fassungen oder „beglaubigten“ Übersetzungen amtlicher Urkunden mehr vorlegen müssen, wenn sie beispielsweise ein Haus oder ein Unternehmen eintragen lassen, eine Ehe schließen oder eine Aufenthaltskarte beantragen wollen. Zwölf Arten öffentlicher Urkunden  wären künftig automatisch von veralteten Verwaltungsvorschriften befreit. Damit könnten die Bürger und Unternehmen in der EU bis zu 330 Millionen Euro einsparen. Mehrsprachige Formulare in allen EU-Amtssprachen sollen anstelle nationaler öffentlicher Urkunden unter denselben Bedingungen wie nationale Urkunden beantragt werden können. Damit könnten Übersetzungskosten eingespart werden und Bürger und Unternehmen müssten sich nicht mehr um eine Übersetzung kümmern.

Weitere Informationen in der ausführlichen Pressemitteilung und einem Hintergrund-Memo

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