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Europa investiert Milliarden in intelligente Stromnetze

22.04.2013 Deutschland gehört mit dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Italien zu den führenden Investoren in intelligente Stromnetz-Projekte (Smart Grids).

Das geht aus dem Bericht hervor, den die Europäische Kommission heute (Montag) veröffentlicht hat.

Er listet  281  Smart Grid Projekte und 90 intelligente Zähler-Projekte  in der EU, Kroatien, der Schweiz und Norwegen auf. Sie kommen  zusammen auf eine Investitionssumme von 1,8 Milliarden Euro. Davon entfallen 15 Prozent auf das Vereinigte Königreich und je zwölf Prozent auf Deutschland und Frankreich. Dänemark engagiert sich am stärksten im Bereich Forschung und Entwicklung. Außerdem stellt das Land mit Abstand die größte Summe pro Kopf (mehr als 30 Euro) sowie pro verbrauchte Kilowattstunde (0,5 Euro) für Smart Grid Projekte zur Verfügung. In Deutschland sind es weniger als fünf Euro pro Kopf und weniger als 0,1 Euro pro Kilowattstunde.

Der aktuelle Bericht verzeichnet auch etwa 60 multinationale Projekte, wobei Deutschland auch hier zur Spitzengruppe gehört.  Fast alle dieser Projekte werden von der EU gefördert.

Private Gelder machen bei den Smart Grid Projekten insgesamt weniger als die Hälfte aus. Ein Faktor, der private Investitionen nach wie vor hemmt, ist dem Bericht zufolge die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich eines Geschäftsmodels für Smart Grid-Anwendungen und die Frage der Verteilung von Kosten und Gewinn unter den Akteuren.

Fördergelder spielen noch immer eine entscheidende Rolle bei der Anregung privater Investitionen in Forschung und Entwicklung intelligenter Netze und Pilotprojekte. Ein Beispiel dafür ist das Projekt "E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft",  ein Förderprogramm des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, an dem insgesamt 8500 Endverbraucher in sechs Modellregionen teilnehmen. 

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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