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EU-Studie zu Computer im Unterricht: Mehr Geld für Lehrer-Schulungen

19.04.2013 Der Norden Europa macht es vor:  Eine Umfrage zum Einsatz von digitalen Technologien (IKT) an Schulen, zeigt, dass Klassenräume in Ländern wie beispielsweise Dänemark oder Norwegen wesentlich besser ausgestattet sind als in vielen anderen europäischen Ländern.

In norwegischen Gymnasien hat jeder Schüler einen eigenen Computer, in Dänemark sind es zwei Schüler pro Computer. In Griechenland hingegen müssen sich 17 Gymnasiasten einen Bildschirm teilen. Die Lehrer in den Staaten im Norden setzen den Computer auch mehr ein. In Dänemark bestreiten über siebzig Prozent der Gymnasiallehrer jede vierte Unterrichtsstunde mit digitalen Technologien. Von den italienischen Lehrern sind es nur zwanzig Prozent. 

Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse heute (Freitag) in Brüssel forderte Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Kommissarin: "Wir müssen mehr in die Entwicklung und Nutzung von IKT in den Schulen investieren. Junge Menschen sollten von Anfang an in der Schule mit IKT in Kontakt kommen, und wir brauchen Lehrer, die mit der Materie so vertraut sind, dass sie diese Kompetenzen weitergeben können."

Die Haltung der Lehrer zum Einsatz von IKT in ihrem Unterricht ist laut Umfrage im  Allgemeinen positiv. Allerdings sind Schulungen selten vorgeschrieben, weshalb die meisten Lehrer ihre Freizeit nutzen müssen, um zu lernen, wie sie beispielsweise Computer oder Whiteboard im Unterricht einsetzen. Die Studie empfiehlt einen integrierten Ansatz für den IKT-gestützten Schulunterricht, wobei verstärkt  in die Lehrerausbildung investiert werden soll.

Weil nur zwei Prozent der befragten Schüler, Lehrer und Schulleiter antworteten, konnten für Deutschland keine zuverlässigen Schlüsse gezogen werden. Ähnlich gering war die Antwortquote in Island, den Niederlanden und Großbritannien. Die Ergebnisse stützen sich daher auf 190 000 Antworten aus den übrigen Ländern.

Mehr Informationen in der vollständigen Pressemitteilung.

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