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An Tieren getestete Kosmetika EU-weit verboten

11.03.2013 Kosmetika, die an Tieren getestet wurden, dürfen seit heute (Montag) nicht mehr in der Europäischen Union vermarktet werden.

Die letzte Frist für die schrittweise Abschaffung von Tierversuchen für Kosmetikprodukte läuft heute ab. Dazu erklärte der für Gesundheit und Verbraucherpolitik zuständige EU-Kommissar, Tonio Borg: "Das ist ein wichtiges Signal für den Stellenwert, den Europa dem Tierschutz beimisst. Dies ist eine große Chance für Europa, ein Beispiel für verantwortungsvolle Innovation im Bereich der Kosmetika zu geben, ohne die Verbrauchersicherheit zu gefährden." Das Verbot deckt sich mit der festen Überzeugung vieler europäischer Bürgerinnen und Bürger, dass die Entwicklung von Kosmetika keine Tierversuche rechtfertige.

Borg kündigte an, dass die Kommission dafür eintreten werde, dass auch Drittländer sich dem europäischen Vorgehen anschließen. Da ein vollständiger Ersatz von Tierversuchen durch alternative Verfahren bisher noch nicht möglich ist, muss nach Ansicht der Europäischen Kommission weiterhin in die Entwicklung investiert werden. Die Kommission hat für Forschungsarbeiten in diesem Bereich zwischen 2007 und 2011 etwa 238 Millionen Euro bereitgestellt. Auch die Kosmetikindustrie hat einen Beitrag geleistet, beispielsweise durch die Kofinanzierung der Forschungsinitiative SEURAT1 mit 25 Millionen Euro.

Tierversuche sind in der EU bereits seit 2004 für Kosmetika und seit 2009 für Bestandteile von Kosmetika verboten. Seit März 2009 ist es außerdem untersagt, in der EU Kosmetika zu vermarkten, die an Tieren getestet wurden. Für die komplexesten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit war die Frist für das Vermarktungsverbot jedoch bis zum 11. März 2013 verlängert worden. 

Mehr Informationen in der vollständigen Pressemitteilung und diesem Hintergrundmemo in englischer Sprache.

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