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EU fordert mehr Fair Play für kleine Fußballclubs

07.02.2013 Die EU-Kommission hat heute (Donnerstag) an die FIFA und nationalen Fußballvereine appelliert, auf mehr Transparenz und Gerechtigkeit beim Spielertransfer zu achten und eine "Fairplay-Gebühr" auf Ablösesummern einzuführen.

Einer aktuellen Studie der Kommission zufolge geben Fußballvereine jährlich rund 3 Milliarden Euro für Spielertransfers aus, die überwiegend den wohlhabendsten Vereinen, den Superstars unter den Spielern und ihren Agenten zugute kommt.

"Die Europäische Kommission erkennt das Recht der Sportverbände an, den Spielertransfer selbst zu regeln. Unsere Studie zeigt jedoch, dass diese Regeln im Fußball derzeit nicht für ein angemessenes Gleichgewicht oder gerechte Ausgangsbedingungen in den Liga- oder Pokalwettbewerben sorgen. Wir brauchen ein Transfersystem, das zur Entwicklung aller Vereine und junger Spielerinnen und Spieler beiträgt“, sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Sport.

Die Zahl der Transfers hat sich im europäischen Fußball zwischen 1995 und 2011 mehr als verdreifacht, die von den Vereinen gezahlten Ablösesummen sind im gleichen Zeitraum sogar um das Siebenfache gestiegen. Die Regeln für den Spielertransfer werden von den Sportgremien festgelegt, z. B. der FIFA im Fußball oder der FIBA im Basketball. Dank des Transfer-Matching-Systems (TMS) der FIFA, das von 4 600 Vereinen weltweit online genutzt wird, hat sich die Transparenz im internationalen Transfergeschäft verbessert, auf nationaler Ebene bleibt jedoch noch viel zu tun.

Mehr Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung hier.

Zu der Studie (auf Englisch) geht es hier .

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