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Milliardenförderung für wegweisende Forschungsprojekte zum menschlichen Gehirn und Wundermaterial Graphen

28.01.2013 Startschuss für eine neue Ära der europäischen Spitzenforschung: Zwei Forschungsprojekte, an denen fast 200 Forschungsstätten beteiligt sind, erhalten je eine Milliarde Euro aus dem EU-Forschungsprogramm.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren werden Wissenschaftler aus 15 EU-Staaten die Funktionsweise des menschlichen Gehirns und die Nutzung des revolutionären Werkstoffs  Graphen untersuchen.

"Europas Position als Supermacht des Wissens hängt davon ab, wie es uns gelingt, das Undenkbare zu denken und die besten Ideen zu verwirklichen. Dieser Milliardenwettbewerb belohnt europäische Durchbrüche in der Wissenschaft und zeigt, dass wir – wenn wir ehrgeizig sind – in Europa Spitzenforschung betreiben können. Damit Europa wettbewerbsfähig und eine Heimstätte der wissenschaftlichen Exzellenz bleibt, müssen die Regierungen der EU-Länder in den kommenden Wochen einem ehrgeizigen Haushalt für das Programm Horizont 2020 zustimmen“, sagte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EU-Kommission.

Das "Human Brain Project" wird die weltweit größte Versuchsanlage für die Entwicklung eines Modells des menschlichen Gehirns aufbauen. Es soll untersuchen, wie das menschliche Gehirn funktioniert und Behandlungsverfahren für neurologische und ähnliche Erkrankungen entwickeln. Von deutscher Seite sind an diesem Projekt 15 Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt, darunter auch das Forschungszentrum Jülich.  Die Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte dazu:  "Dieses Projekt ist auch eine Ehre für Deutschland als Standort für Supercomputer. Diese Simulationen werden am schnellsten Supercomputer Europas, JUQUEEN, am Forschungszentrum Jülich durchgeführt werden. Ich gratuliere allen beteiligten Wissenschaftlern zu diesem Erfolg."

Graphen könnte zum Wundermaterial des 21. Jahrhunderts werden, wie Plastik im 20. Jahrhundert.  Es ist ein auf Kohlenstoff basierender Werkstoff mit außergewöhnlichen Eigenschaften: Es ist der dünnste Stoff, leitet elektrischen Strom besser als Kupfer, ist 100- bis 300-mal fester als Stahl und hat einzigartige optische Merkmale. Wissenschaftler aus elf deutschen Forschungseinrichtungen von Hamburg bis Freiburg sind am Projekt "Graphene" beteiligt.

Mehr Informationen sowie die Namen der beteiligten Einrichtungen entnehmen Sie bitte der vollständigen Pressemitteilung und dem ausführlichen Memo.

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