Navigationsleiste

Golf von Guinea: EU geht gegen Piraterie vor

10.01.2013 Die Europäische Kommission will die zunehmende Piraterie im Golf von Guinea stärker bekämpfen.

Mit einem heute (Donnerstag) vorgelegten Projekt will sie die Küstenwachen der Anrainerstaaten gezielter schulen und deren Informationsaustauch besser vernetzen. Durch das Programm "Kritische Seeverkehrswege im Golf von Guinea" (Critical Maritime Routes in the Gulf of Guinea Programme, CRIMGO) soll die Seeroute zwischen Guinea im Nordwesten Afrikas, Nigeria, Ghana und der Elfenbeinküste bis nach Angola im Süden sicherer werden.

Entwicklungskommissar Andris Piebalgs sagte heute (Donnerstag): "Ohne Sicherheit kommt die Entwicklung niemals wirklich bei den Menschen an. Indem die Gewässer sicher gemacht werden, tragen wir zur Ankurbelung von Handel und Wachstum sowie zur Schaffung von mehr Möglichkeiten bei, den Lebensunterhalt zu bestreiten, die diese Länder so dringend benötigen." Das Projekt läuft im Januar 2013 in sieben afrikanischen Küstenstaaten an: Benin, Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, Nigeria, Sâo Tomé und Príncipe sowie Togo.

Auf dieser Seeroute werden vor allem Güter wir Rohöl, Gas, Kakao und Metalle verschifft. Von dort kommen derzeit 13 % der Öl- und 6 % der Gasimporte in die EU. Allerdings stellen Piraterie und bewaffnete Raubüberfälle sowie Drogen, Waffen und Menschenhandel ein großes Problem für die Sicherheit der Region dar. Allein in Nigeria wurden zwischen 2008 und 2012 98 Fälle von Piraterie, bewaffneten Raubüberfällen auf See und Meeresverschmutzung verzeichnet.

Mehr Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung.

Zusatzinformationen

Übersicht EU-Aktuell

Eine Übersicht der veröffentlichten Nachrichten finden Sie auf dieser Seite

Newsletter-Abo

Newsletter-Abo

Täglich bestens informiert mit den Newslettern der Vertretung in Berlin. Hier können Sie sich anmelden.

Seiteninformationen