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Kommission rät zu Vorsicht beim Online-Kauf von Spielen, Büchern, Videos oder Musik

06.12.2012 Augen auf beim Geschenkekauf: über drei Viertel von Websites, die Spiele, Bücher, Videos oder Musik zum Download anbieten und dafür oft gezielt Kinder ansprechen, halten geltende Verbraucherschutzregeln nicht ein.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Europäischen Kommission und nationaler Stellen, die Tonio Borg, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, heute (Donnerstag) in Brüssel vorgestellt hat. Am häufigsten gibt es Probleme mit missbräuchlichen Vertragsklauseln zum Beispiel zu Haftungsfragen, unklaren Informationen zum Widerrufsrecht und fehlenden Angaben zur Identität des Anbieters.

Besonders oft werden vor allem Kinder auch mit vermeintlich kostenlosen Downloads gelockt. "Kinder kennen sich mit den neuen Technologien immer besser aus; sie lernen schon früh, wie man Spiele herunterlädt. Wenn sie sich aber einmal an ein bestimmtes Produkt gewöhnt haben, dann kann man sie kaum noch davon abbringen. Deshalb sollten Eltern aufpassen, denn die Hälfte dieser als frei abrufbar beworbenen Spiele könnten sie bald teuer zu stehen kommen, wenn die für das Weiterspielen benötigten virtuellen Gegenstände gekauft werden müssen", sagte EU-Kommissar Borg.

Die Europäische Kommission hat die europaweite Überprüfung der Websites durch die nationalen Behörden von 26 EU-Staaten sowie Norwegen und Island im Sommer dieses Jahres koordiniert. Ziel einer solchen auch "sweep" genannten Untersuchung ist es, Verstöße gegen das Verbraucherrecht aufzudecken. Die nationalen Behörden haben bereits damit begonnen, Kontakt zu den Unternehmen aufzunehmen und sie zu einer Stellungnahme oder zur Berichtigung ihrer Websites aufzufordern. Kommen die Unternehmen dieser Aufforderung nicht nach, so müssen sie mit rechtlichen Schritten rechnen, die zur Verhängung von Geldbußen oder sogar zur Schließung von Websites führen können.

Mehr Informationen in der vollständigen Pressemitteilung und auf dieser Website.

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