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Fischerei: Kommission nimmt Seevogel-Beifang ins Visier

16.11.2012 Mit einer 30-Punkte-Strategie will die Europäische Kommission den Tod von tausenden Seevögeln durch zerstörerische Fischfangmethoden verhindern.

Vor allem Sturmvögel, Seeenten und Albatrosse fallen jedes Jahr als ungewollter Beifang der Langleinen- und Stellnetzfischerei sowie Schleppnetzen und Ringwaden zum Opfer. Daher hat die Kommission in ihrem heute (Freitag) vorgelegten Aktionsplan verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch veränderte Fangmethoden Seevögel besser geschützt werden können. So sollen etwa eine stärkere Überwachung der Fischereien, akustische Abschreckungsmittel und aktuelle Forschungsergebnisse zur Stellnetzfischerei die Bedrohung für Seevögel verringern.

Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, betonte: "Wir betrachten den heute vorgelegten Aktionsplan als eine Plattform, durch die ein klares und umfassendes Bild der derzeitigen Situation sowie der für ein kohärentes und effektives Management zur Reduzierung der Seevogelbeifänge erforderlichen Verbesserungen gezeichnet wird.“

Die 30 in dem Plan empfohlenen Aktionen sind eine Kombination aus verbindlichen und nicht verbindlichen Maßnahmen. Die Regeln gelten für EU-Fischereifahrzeuge innerhalb und außerhalb von EU-Gewässern sowie für in EU-Gewässern tätige Nicht-EU-Fahrzeuge. Nach konservativen Schätzungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) sterben jedes Jahr mehr als 200 000 Seevögel infolge ihres "Kontakts" mit der Fischerei¬flotte der EU innerhalb und außerhalb von EU-Gewässern. Mindestens 49 Seevogelarten, die als Beifang gefangen werden, sind als ernsthaft bestandsgefährdet eingestuft. Hierzu gehören der Balearen-Sturmtaucher, der Dunkle Sturmtaucher, der Mittelmeer-Sturmtaucher und die Korallenmöwe, die Opfer der Langleinenfischerei in EU-Gewässern werden, sowie die Scheckente, der Sterntaucher, der Prachttaucher, der Ohrentaucher und der Zwergsäger, die sich in Stellnetzen, insbesondere in der Ostsee, verfangen.

Die vollständige Pressemitteilung hierzu finden Sie hier.

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