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Wir bringen Licht ins Dunkel: Fragen und Antworten zur Glühbirnen und Energiesparlampen

10.08.2012 Weshalb hat die EU eine schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühlampen beschlossen?

Um Ihren Geldbeutel zu entlasten: Die Beleuchtung kann bis zu einem Fünftel des Stromverbrauchs im Haushalt ausmachen. Sie können durch Energiesparlampen leicht bis zu 50 Euro pro Jahr sparen – und der Preis der Lampen ist hier schon eingerechnet.

Zudem gibt es einen langfristigen Nutzen für die Umwelt: In der EU könnten durch eine energieeffizientere Beleuchtung rund 40 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden – das ist ungefähr der Jahresverbrauch von Rumänien. Europa kann seine CO2 -Emissionen so um rund 15 Millionen Tonnen pro Jahr senken.

Und übrigens: Die Abschaffung der Glühbirnen wurde 2007 beschlossen, als Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft innehatte und das ambitionierte Klima- und Energiepaket der EU auf den Weg gebracht hat.

Wann und wie werden ineffiziente Glühlampen abgeschafft?

Haushaltsübliche Glühlampen, die die Energieeffizienzanforderungen der EU nicht erfüllen, werden seit 2009 schrittweise abgeschafft. Matte Glühlampen wurden bereits vom Markt genommen, ebenso transparente Glühbirnen von 100 W, 75 W und 60 Watt.

Zum 1. September 2012 werden nun in einem letzten Schritt Glühbirnen von 40 W und darunter vom Markt genommen. Sie dürfen aber weiter verkauft werden, bis der Vorrat erschöpft ist.

Insgesamt waren vor 2009 übrigens drei Viertel aller Lampen in der EU ineffizient.

Wodurch lassen sich ineffiziente Glühlampen ersetzen?

Wenn herkömmliche Glühlampen vom EU-Markt verschwunden sind, haben Sie immer noch eine reiche Auswahl:

 - Verbesserte Glühlampen (Halogenlampen) entsprechen in Form und Lichtqualität den herkömmlichen Glühlampen,   sind aber effizienter.
 - Kompaktleuchtstofflampen sind sehr effizient und haben eine lange Lebensdauer.
 - LED-Lampen sind sehr effizient, haben eine lange Lebensdauer und nutzen die neueste Technologie. 

Einige der neuen Lampen enthalten Quecksilber – wird das die Quecksilberbelastung der Umwelt erhöhen?

Kompaktleuchtstofflampen enthalten in der Tat Quecksilber in sehr geringen Mengen. Insgesamt führt die Verwendung dieser Lampen jedoch zur Verringerung der Quecksilberemissionen. Der Grund dafür ist, dass sie bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als Glühlampen – und ein Großteil dieses Stroms wird in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Verbrennung von Kohle zur Energieerzeugung setzt Quecksilber frei.

Was tun, wenn eine Kompaktleuchtstofflampe zerbricht?

Das in Kompaktleuchtstofflampen enthaltene Quecksilber wird bei unbeschädigter Lampe und im Betrieb nicht freigesetzt. Zerbricht die Lampe, werden höchstens 5 Milligramm Quecksilber freigesetzt - etwa so viel wie der Tintenpunkt auf der Spitze eines Kugelschreibers. Zum Vergleich: Ältere Thermometer enthalten rund 500 Milligramm Quecksilber.

Wenn eine Kompaktleuchtstofflampe zerbricht, hier ein paar Tipps:

Bevor Sie die Lampe mit einem feuchten Lappen reinigen, sollten Sie für Lüftung sorgen. Vermeiden Sie Kontakt mit den Scherben und verwenden Sie keinen Staubsauger zur Beseitigung der Scherben.

Wenn Sie das Austreten von Quecksilber ganz verhindern wollen:

- Kompaktleuchtstofflampen mit bruchsicherer Außenhülle sind eine Möglichkeit, das Entweichen von Quecksilber bei Beschädigung der Lampe zu vermeiden.
- Alternativ können Sie auch zu verbesserten Glühlampen mit Halogentechnik oder zu LED-Lampen greifen, die kein Quecksilber enthalten.

Können Kompaktleuchtstofflampen Menschen krank machen?

Nein – das wurde vom wissenschaftlichen EU-Ausschuss zu Gesundheitsrisiken untersucht. Sie können die Ergebnisse im Detail hier nachlesen.

Wie kann ich die Helligkeit der neuen Lampen beurteilen?

Die Helligkeit einer Lampe wird oft ausgedrückt im Vergleich zur Wattzahl einer Glühlampe, z. B. "Diese 15-W-Energiesparlampe entspricht einer Glühlampe von 60 W“. Da jedoch demnächst keine Glühlampen mehr verkauft werden, brauchen wir einen neuen Maßstab für die Beurteilung der Helligkeit.

Am besten lässt sich die Helligkeit in Lumen ausdrücken, einem Maß für den Lichtstrom (nicht für den Stromverbrauch wie bei der Wattzahl).

So beträgt etwa der Lichtstrom einer 60-Watt-Glühlampe ungefähr 750 Lumen. Wenn Sie eine ebenso helle Energiesparlampe suchen, sollten Sie die Wattzahl vergessen und nach Lampen mit einem Lichtstrom von 750 Lumen Ausschau halten.

Auf der Verpackung von Lampen mit dem EU-Energieetikett ist schon seit 1998 der Lichtstrom angegeben.
Hier eine einfache Vergleichstabelle:

Glühlampen  Energiesparlampen
100 W   1300–1400 Lumen

  75 W   920–970 Lumen

  60 W   700–750 Lumen

  40 W   410–430 Lumen

  25 W   220–230 Lumen

Stimmt es, dass Energiesparlampen nicht gedimmt werden können?

Nein. Für die üblichen Energiesparlampen trifft das zu, aber es gibt Kompaktleuchtstofflampen und LED-Lampen auf dem Markt, die dimmbar sind, und es gibt spezielle Dimmer, die mit Energiesparlampen kompatibel sind.

Sind Energiesparlampen teurer als Glühlampen?

Nein. Kompaktleuchtstofflampen und LED-Lampen sind wesentlich billiger als herkömmliche Glühlampen, denn sie

 - halten länger – so lange wie 6–10 herkömmliche Glühlampen,
 - verbrauchen weniger Strom – manche nur ein Fünftel einer herkömmlichen Glühlampe.

Eine 23-W-Energiesparlampe, die 6 Jahre hält, wäre rund 100 Euro billiger als mehrere herkömmliche 80-Watt-Glühlampen im selben Zeitraum (bei angenommenen Stromkosten von 0,136 €/kWh).

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Energiesparlampen-Website der Europäischen Kommission.

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