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Ostern in Europa

27.03.2013 Happy Eastern - Chestit Velikden - Buona Pasqua - Joyeuses Paques

Das ist englisch, bulgarisch, italienisch und französisch und heißt:

Frohe Ostern

Ostern ist die Zeit, zu der sich der Winter endlich verflüchtigt. Um das noch etwas mehr zu beschleunigen, werden vielerorts oft am Samstag vor Ostern  Osterfeuer entzündet. Feuer bedeutet Wärme, Licht und schützt vor wilden Tieren. Früher wurden die Osterfeuer "Hildebrand" genannt, das bedeutete "Heiliger Brand" und sollte auch die Hexen und alles Böse verjagen. Seit jeher ist das Osterfeuer ein bedeutsamer Brauch um den Winter zu verbrennen. In den Alpen rollen nachts große brennende Reissigräder die Hügel hinab. (Natürlich brandtechnisch gut bewacht.) In den Tälern werden meterhohe Holzstapel entzündet. In Schottland werden die Osterfeuer auf den Hügeln der Highlands entfacht. Ein Brauch noch aus keltischer Zeit.

Im Westen Schwedens werden die bösen Hexengeister sogar mit einem krachenden, zischenden und leuchtenden Feuerwerk verjagt. Der Lichterschein der Osterfeuer soll dem Land Glück und Gelingen bringen. In Norwegen geistern kleine Osterhexen von Tür zu Tür. Sie bitten und betteln um süße Sachen. Unter der Maskerade stecken die norwegischen Kinder. Im Norden Norwegens feiern sie sogar Ostern  10 Tage lang. Auf besinnliche Art und  recht  ausgelassen mit einem Rentierschlittenrennen. Auch in Schweden verkleiden sich die Kinder. In langen Röcken und mit Kopftüchern sind sie die Paskäring - die Osterweiber. Sie laufen mit einem Kaffeekessel von Tür zu Tür und rufen: "Osterweiber! Noch sind die Kaffeekessel leer!" Gefüllt werden dann die Kaffeekessel mit Süßigkeiten.

Ein anderer Osterbrauch hat auch mit dem Frühling zu tun. In Frankreich, in der Bretagne, säen die Kinder am Karfreitag Veilchensamen. In England sind es die Weidenkätzchen, mit denen sich die Menschen Ostern berühren. In Finnland gibt es diesen Brauch auch. Dort sind es frische Birkenruten mit denen getätschelt wird. Das verspricht für ein ganzes Jahr Glück.  Glück erhoffen sich auch alle jungen Mädchen in Norwegen und anderen Ländern, die am Ostermorgen schweigend zur Quelle oder zum Fluss gehen und Osterwasser schöpfen. Wenn sie damit ihren Liebsten bespritzen, bedeutet das Glück für beide. In Polen bespritzen sich alle, egal ob jung oder alt, ob Junge oder Mädchen mit Osterwasser. "Śmingus-Dyngus" nennen sie diesen lustigen Brauch, bei dem auch manchmal nach dem Gartenschlauch gegriffen wird.

Glück, so ein Brauch aus Österreich, sollen die Eier bringen, die am Gründonnerstag gelegt werden. Und von den Eiern, den Ostereiern, erzählen viele Osterbräuche.

In Griechenland bemalt man die Ostereier rot. Dort ist diese Farbe die Farbe der Freude. In Bulgarien werden die Eier kribbelbunt gefärbt. Aber am Ostersonntag ist die Eierpracht bald vorbei. Da beginnt nach dem Kirchgang das große Ostereierduell. Immer zwei schlagen ihre Ostereier gegeneinander. So manche Schale geht dabei zu Bruch. Doch wer als letzter eine heile Schale nach dem Duell zeigen kann, dem steht ein besonders glückliches Jahr bevor.

Dieses sogenannte Eierpecken wird in vielen Ländern gespielt. Eine Variante aus Italien klingt allerdings mehr nach Rührei. Denn dort werfen sich die Kinder paarweise rohe Eier zu. Da gewinnt dann das Paar, dessen Ei am Ende noch heil ist. In anderen Gegenden werden die bunten Ostereier einen Hügel hinab gerollt. Wessen Ei rollt beim Eierrollen am weitesten? Nicht gerade das größte Vergnügen für den Magen ist das Eierwettessen. Da bleibt dann so mancher Schokoladenosterhase liegen. Das Eierlaufen ist bekannt. Eine Variante dazu ist das Eierlöffeln. Da liegen die Ostereier verstreut auf der Wiese. Jeder hat ein Körbchen und einen Löffel und mit dem werden die Ostereier aufgelöffelt und im Korb gesammelt.

Auf all diese Osterspiele und Bräuche warten die griechischen Kinder ein paar Tage länger. In Griechenland wird an einem anderen Datum das griechisch – orthodoxe Ostern begangen. Das hängt auch mit dem julianischen Kalender zusammen. Dann heißt es dort : Kali Anesti. Frohe Ostern.

Ein liebenswerter Osterbrauch ist aus Österreich bekannt – das Osterlachen. Bis ins 14. Jahrhundert reicht das Osterlachen zurück. Die Predigt am Ostersonntag soll dort die Menschen zum Lachen bringen, als Ausdruck der Osterfreude. Wer lacht spürt Lebensfreude und Lebenslust.

Zusammengetragen von: Ingrid Lisa Heller

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