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Die Schaffung und Verbreitung von Musikwerken

Die Union ermutigt durch Aktivitäten in den Bereichen Regionalentwicklung, Kultur und Forschung das Schaffen, die Verbreitung und den Verkehr von musikalischen Werken.

Die Stätten für das Schaffen und die Verbreitung von Musik
Im Rahmen der Regionalpolitik beteiligt sich die Union an der Finanzierung von Stätten für das Schaffen und die Verbreitung von Kunst: Musikschulen, Konzertsäle, Aufnahmestudios usw. Sie verfolgt auch eine Politik der Wahrung des Kulturerbes, zu der die Wiederherstellung von historischen Spielstätten gehören kann, wie dies beim Teatro del Liceu in Barcelona und der Fenice von Venedig nach den Bränden der Fall war, die diese berühmten Konzertsäle 1994 und 1996 beschädigt hatten. Diese Opernhäuser sind nunmehr Teil eines europäischen Netzes, das der Sicherung dieser Säle und der Erhaltung des Kulturerbes dient, das sie darstellen.

Musikalische Ensembles
Die Union unterstützt europäische Orchester mit Subventionen, die die Verwaltungs- und Betriebskosten von im Interesse der Kultur arbeitenden Organisationen decken sollen.
Ferner fördert sie durch das Programm KULTUR 2000 die Zusammenarbeit von Musikensembles im Rahmen gemeinsamer Projekte: Tourneen und Konzerte, Festivals, Einführung in die zeitgenössische Musik oder die Oper usw. So hat dieses Programm im Jahr 2000 Netze zur Strukturierung der Zusammenarbeit im Musikbereich unterstützt, wie z. B. das Netz Varèse .

Die Schaffung und Verbreitung von musikalischen Werken
Das Programm KULTUR 2000 legt den Schwerpunkt auf das künstlerische Schaffen, die Produktion und die Verbreitung von musikalischen Werken. Es fördert zeitgenössisches Schaffen, beispielsweise neue Formen von Musiktheater oder multimedialer musikalischer Werke, sowie die Produktion von klassischen oder traditionellen Werken. Da sich im Jahr 2001 der Todestag Verdis zum hundertsten Male jährte, wurden besondere Projekte zum Gedenken an diesen Komponisten finanziert, vergleichbar mit den Aktivitäten, die 2000 anlässlich des Bach-Jahres durchgeführt wurden.

Die Kommission arbeitet auch mit dem Europarat zusammen, um den Reichtum und die Vielfalt des musikalischen Erbes zu vermitteln: So hat sie ein Projekt kofinanziert, das im Rahmen der Kampagne „Europa – ein gemeinsames Erbe" (1999-2000) zur traditionellen europäischen Musik ins Leben gerufen wurde.

Neue Technologien und Musik
Die Entwicklung der Multimedia-Technologien und die Möglichkeit, Musik über das Internet oder über Mobiltelefonnetze zu verbreiten, eröffnen der kommerziellen Nutzung der Musik neue Perspektiven; sie wirft aber auch erhebliche Probleme hinsichtlich des Urheberschutzes auf.
Im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft und insbesondere mithilfe von Maßnahmen zu den „Schlüsseltechnologien und -infrastrukturen" sowie den „Multimedialen Inhalten und Werkzeugen" unterstützt die Kommission Projekte, in denen Technologien für den Zugang, das Schaffen, den Schutz und die Verbreitung von Musik in digitalen Netzen erprobt werden, wie z. B. das Projekt Wedelmusic.

Mit dem Programm eContent ermutigt die Union ebenfalls die Produktion und kommerzielle Nutzung digitaler europäischer Inhalte: Texte, Bilder, Klänge, aber auch Musik.
Um das Schaffen, die Nutzung und die Verbreitung von Werken in digitalen Netzen anzuregen, hat die Union im April 2001 eine neue Richtlinie über den Urheberschutz in der Informationsgesellschaft verabschiedet, die die Gesamtheit der Texte ergänzt, die den Urheberschutz in Europa harmonisieren sollen.