Bücher als Zugang zur Kultur
1995 legte die Europäische Union ein erstes Förderprogramm im Bereich Buch und Lesen einschließlich Übersetzungauf: das Programm ARIANE.
Das Programm Kultur 2000, das unter anderem diese Tätigkeiten weiterführt, verwendet 11% seiner Mittel für die Finanzierung der Übersetzung von europäischen literarischen Werken (Theaterstücke, Gedichte, Romane), die Förderung der Literatur und des Lesens, die Fortbildung der professionellen Akteure (Übersetzer, Bibliothekare, Verleger) und auf den Zugang zur Literatur.
Kultur 2000 finanziert beispielsweise Zusammenkünfte von Schriftstellern und Lesern, Festivals mit Erzählungen oder Gedichten, europäische Netze von Theaterautoren oder Websites mit Informationen zur Literatur. Au ßerdem hat die Europäische Union den Kongress des Europäischen Schriftstellerverbandes finanziell unterstützt. Diese Vereinigung repräsentiert die Autoren nach außen hin und tritt für die Interessen der Schriftsteller auf europäischer Ebene ein.
Die Bibliotheken spielen bei der Verbreitung der Kultur eine wichtige Rolle. Sie sind eines der Forschungsthemen des Programms zur benutzerfreundlichen Informationsgesellschaft . Dieses Programm unterstützt Projekte zur Einrichtung von über das Internet zugänglichen Datenbanken für literarische Werke, beispielsweise das Projekt Debora für digitalisierte Bücher aus der Renaissance.
Es schließt sich an die Tätigkeiten in Verbindung mit den Telematikanwendungen für Bibliotheken an, die im Rahmen der beiden vorangehenden Rahmenprogramme für Forschung (1990-1998) verwirklicht wurden. Im Rahmen des „Forschungsprogramms zur Förderung einer benutzerfreundlichen Informationsgesellschaft“ (IST), wird unter der Aktion Erhalt und Erschließung des Kulturerbes seit 2003 ein Projekt mit dem Namen „Calimera“ unterstützt. Eines der Ziele von „Calimera“ ist es, Kulturvereinigungen auf lokaler Ebene einerseits zur Zusammenarbeit untereinander, andererseits zur Zusammenarbeit mit lokalen und nationalen Behörden sowie professionellen Netzwerken anzuregen.
Das Programm e Content befasst sich mit den Technologien der automatischen Übersetzung, die zur Wahrung der Sprachenvielfalt bei literarischen Werken beitragen.
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