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Die Sprache, Zugang zu den Kulturen

Das Erlernen einer Fremdsprache ist eine der Voraussetzungen für den kulturellen Austausch. Es ist auch eine Notwendigkeit für die Europäer, die innerhalb einer wachsenden Europäischen Union zunehmend reisen, arbeiten und kommunizieren.

Deshalb fördert die Union auf der Grundlage der Entschließung des Rates vom März 1995, auf der Grundlage betreffend die qualitative Verbesserung des Erwerbs von Fremdsprachenkenntnissen und des von der Kommission veröffentlichten Weißbuches „Lehren und Lernen: Auf dem Weg zur kognitiven Gesellschaft" das Erlernen von mindestens zwei Fremdsprachen neben der Muttersprache. Auch werden neue Unterrichtsmethoden gefördert, die der pädagogischen Innovation, der Mobilität oder neuen Technologien den Weg bereiten.

Im Jahre 2003 hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan zur Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt (2004-2006) vorgelegt. Eines der Hauptziele ist es dabei zu erreichen, dass die Bürger Europas neben ihrer Muttersprache zumindest zwei weitere Sprachen beherrschen. Die Kommission schlägt zur Umsetzung des Plans verschiedene Wege vor, u. a. soll bis 2006 ein Internetportal eingerichtet werden, das sowohl Fachkräfte als auch die breite Öffentlichkeit über verfügbare Ausbildungsmöglichkeiten in Kenntnis setzt sowie über die Vorteile informiert, mehrere Fremdsprachen zu sprechen, etc.

Der Sprachenerwerb
Im Rahmen der allgemeinen Bildung unterstützt das Programm SOKRATES Austauschbesuche zwischen Jugendlichen zur Förderung von Sprachkenntnissen sowie Schulungsmaßnahmen für Sprachlehrer. Das Austauschprogramm „Erasmus" gibt Hochschulstudenten die Möglichkeit, in einem fremden Land zu studieren und vorbereitende Sprachkurse zu besuchen. SOKRATES befasst sich ferner mit der Erwachsenenbildung und ermutigt zum lebenslangem Lernen, auch im Bereich Sprachen. Der Teilbereich “Lingua“ ist ausschließlich der Förderung des Sprachenerwerbs gewidmet und trägt zur qualitativen Verbesserung des Sprachunterrichts bei, indem er insbesondere die Erarbeitung pädagogischer Konzepte finanziert.

Das Programm JUGEND bietet ebenfalls Möglichkeiten zum Sprachenerwerb über Austauschprogramme und Mobilitätsmaßnahmen für junge Europäer.
Eines der Ziele des Programms für berufliche Bildung, LEONARDO DA VINCI , besteht darin, die berufliche Mobilität und die mehrsprachige und multikulturelle Kommunikation im Arbeitsumfeld zu verbessern. Der Europäische Sozialfonds finanziert im Rahmen seiner Maßnahmen zur Erleichterung des Berufseinstiegs ebenfalls Sprachausbildungen.

Neue Lernmethoden
Eine Vielzahl an neuen Sprachlernmthoden ist in der Entstehung begriffen. SOKRATES und LEONARDO DA VINCI tragen zu deren Verbesserung und zur Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse in diesem Bereich bei. Zur Unterstützung dieser Aktion wird innovativen Sprachlernprojekten in allen Mitgliedstaaten jedes Jahr ein Europäisches Siegel verliehen.
Die Europäische Kommission bietet den europäischen Bürgern auch Information und Beratung zu den Möglichkeiten des Sprachenerwerbs an.
Mehrere Gemeinschaftsprogramme fördern den Einsatz der neuen Information und Kommunikationstechnologien im Sprachunterricht.

Die Initiative e Learning soll den europäischen Bildungssystemen dazu verhelfen, sich den neuen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten anzupassen, die durch die Verbreitung der digitalen Technologien entstanden sind. Einer ihrer Schwerpunkte liegt auf dem Sprachenerwerb.

Vorgelagerte Forschungsmaßnahmen zu den Methoden und Techniken des Sprachunterrichts werden innerhalb des Forschungsrahmenprogramms, besonders in dem der Bildung und Ausbildung gewidmeten Teilbereich, durchgeführt; dieser ist der vom Programm Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft abgedeckt.