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In den vergangenen Jahren ist man sich auf EU-Ebene zunehmend der Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft bewusst geworden.
Architektur, Archive und Bibliotheken, Kunsthandwerk, AV-Medien (wie Film, Fernsehen, Videospiele und Multimedia), Kulturerbe, Design, Festivals, Musik, darstellende Künste, Verlagswesen, Radio und bildende Künste sind nicht nur ein wichtiger Motor der kulturellen Vielfalt, sondern bilden einen der dynamischesten Wirtschaftssektoren in Europa.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft gibt Millionen Menschen in den 27 EU-Mitgliedstaaten Arbeit, trägt maßgeblich zum EU-BIP bei und wächst rascher als die übrige Wirtschaft. Sie spielt auch eine wichtige Rolle für den sozialen und territorialen Zusammenhalt und fördert Kreativität und Innovation, mit positiven Effekten für die übrige Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt.
Angesichts sich rasant ändernder Rahmenbedingungen – Stichworte neue Technologien (Digitalisierung) und Globalisierung – steht die Branche vor neuen Herausforderungen, aber auch neuen Chancen. Darüber hinaus können Kultur- und Kreativunternehmen, vor allem KMU, ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen, weil sie allzu oft auf Hindernisse stoßen.
Und auch diese Branche spürt die negativen Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise: Es ist noch schwieriger geworden, an die Ressourcen für die Finanzierung ihrer Aktivitäten und die Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen zu gelangen.
Um die spezifischen Bedingungen des Geschäftsumfeldes besser zu verstehen, die für kreative unternehmerische Initiative notwendig sind, veröffentlichte die Kommission im April 2010 ein Grünbuch, zu dem Reaktionen von Organisationen und Einzelpersonen aus ganz Europa eingingen. Weiters gab sie Studien in Auftrag, insbesondere eine Studie zur Wettbewerbsdimension der Kultur- und Kreativbranche und eine Studie zur Rolle der Kultur für die lokale und regionale Entwicklung (siehe entsprechenden Abschnitt).
Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Kulturagenda wurden zusätzlich folgende Arbeiten durchgeführt:
– Eine Expertengruppe der Mitgliedstaaten beschäftigt sich seit 2008 mit dem Thema. Ihr Mandat konzentriert sich derzeit auf den strategischen Einsatz der EU-Förderprogramme, einschließlich der Strukturfonds (2011), (see handbook in right-hand column), Förderstrategien für Export und Internationalisierung (2012-2013) und gute finanztechnische Praxis für KMU in der Kultur- und Kreativbranche (2013-2014).
– Eine 2008 eingerichtete zivilgesellschaftliche Plattform legte 2010 politische Empfehlungen vor und arbeitet derzeit an Fragestellungen wie Finanzen und Steuern, regionaler Zusammenhalt, digitale Umgebung, Mobilität sowie Bildung und Kompetenzen.
Im Rahmen der neuen EU-Programme nach 2013 – vor allem des neuen Programms Kreatives Europa und der Instrumente für die Kohäsionspolitik – sowie der Leitinitiativen der Strategie Europa 2020 wird die Kommission Maßnahmen vorschlagen, um das Potenzial der Kultur- und Kreativbranche freizusetzen.
Damit verbundene Aktivitäten:
Allianz der europäischen Kreativbranche (European Creative Industries Alliance)
Strategieleitfaden
zum thema CCIs und Strukturfonds
Mitteilung: Die Kultur- und Kreativwirtschaft als Motor für Wachstum und Beschäftigung in der EU unterstützen
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