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Vassiliou begrüßt Unterstützung des Rates für das Programm „Kreatives Europa“ und stellt neue Kreditgarantie in Aussicht

Mit Freude stelle ich fest, dass wir uns in den wesentlichen Punkten in Sachen „Kreatives Europa“ einig sind. Besonders zufrieden bin ich darüber, dass der Rat den Vorschlag der Kommission unterstützt, die aktuellen Förderprogramme im kulturellen und kreativen Sektor zusammenzuführen. Ich bin der Überzeugung, dass auf diese Weise ein offener und transparenter Zugang geschaffen werden kann, der die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert.

Meiner Meinung nach schließen sich der Eigenwert von Kultur und ihr wichtiger Beitrag zu Wachstum und Arbeitsplätzen nicht gegenseitig aus. Das von uns vorgeschlagene Programm soll einen Beitrag leisten zu den wirtschaftlichen und sozialen Zielsetzungen der Strategie Europa 2020.

In der Tat geht es bei dem Programm darum, die bestmöglichen Bedingungen für Künstler und ihre Werke zu schaffen, damit sie grenzüberschreitend tätig sein können und auf diese Weise zur Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt beitragen. Ich bedanke mich bei der dänischen Ratspräsidentschaft für die hilfreiche Klarstellung dieses wichtigen Aspekts.

Ich war Zeuge einer lebendigen Debatte über den Vorschlag der Kommission, eine neue finanzielle Einrichtung zu schaffen, die kleineren Kulturakteuren helfen soll, einen Kredit zu erhalten. Wir werden alle Argumente sorgfältig prüfen und sie mit den Interessengruppen diskutieren.

Die Besorgnis einiger Mitgliedstaaten, dass unsere Zuschüsse vor allem an große Akteure gehen, ist unbegründet. Heute gehen nicht weniger als 55 % der gesamten EU-Fördermittel im Rahmen des gegenwärtigen Kulturprogramms an kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 11 Beschäftigten. Und das wird auch bei dem neuen Programm so bleiben.

Wir teilen die Auffassung vieler, dass ein geographisches Gleichgewicht zwischen kleinen und großen, alten und neuen Mitgliedstaaten geschaffen werden muss. Und genau deshalb müssen wir diese neue Einrichtung vermehrt bekannt machen und die Banken mit dem notwendigen Fachwissen versorgen, damit sie Interesse an einer Zusammenarbeit entwickeln.

Die Kreditgarantieeinrichtung wird eine Ergänzung zu den von der EU bereitgestellten Mitteln darstellen. Wir haben nicht die Absicht, irgendwelche Fördermittel zu ersetzen. Unser Vorschlag reagiert auf den deutlich geforderten Bedarf von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die bei der Kreditbeschaffung immer wieder mit Problemen konfrontiert sind.

Es stimmt, dass die EU für kleine und mittlere Unternehmen im Allgemeinen andere finanzielle Hilfen bereitstellt, aber bisher konnten keine im kulturellen oder kreativen Sektor tätigen KMU davon profitieren. Dies unterstreicht die Tatsache, dass kulturelle und kreative Unternehmen einen ganz speziellen Bedarf haben, dem zahlreiche Banken momentan nicht gerecht werden können.

Der Produktionsgarantiefonds des MEDIA-Programms wird im audiovisuellen Sektor bereits intensiv genutzt und der Erfolg des Modells hat uns jetzt dazu veranlasst, es allen kulturellen und kreativen KMUs zur Verfügung zu stellen.