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Die Kommission startete eine öffentliche Konsultation zur Rückgabe von Kulturgütern

Europas kulturelles Erbe ist durch nationale Gesetze in EU-Ländern geschützt – aber auch durch die europäische Gesetzgebung wie beispielsweise die Richtlinie 93/7/EWG des Rates vom 15. März 1993 über die Rückgabe von unrechtmäßig aus dem Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates verbrachten Kulturgütern.

Diese Richtlinie gestattet EU-Mitgliedstaaten die Rückführung von Kulturgütern, die als „nationale Kulturgüter von künstlerischem, geschichtlichem oder archäologischem Wert“ eingestuft, unrechtmäßig von ihrem Hoheitsgebiet verbracht wurden und sich in einem anderen EU-Land befinden. Studien zur Bewertung der Wirkungsweise der Richtlinie 93/7/EWG haben gezeigt, dass das System nicht so gut funktioniert, wie es eigentlich sollte.

Diese Konsultation ist der nächste Schritt im Evaluierungsprozess der Richtlinie 93/7/EWG. Sie wird den nationalen, für den Schutz von Kulturgütern zuständigen Behörden und anderen interessierten Kreisen ermöglichen, ihre Ansichten zum effizientesten Rückgabemechanismus für nationale, unrechtmäßig verbrachte Kulturgüter zum Ausdruck zu bringen. Im Rahmen dieser Konsultation und der Bewertung der Richtlinie im Allgemeinen wird die Kommission, falls erforderlich, einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinie vorlegen.

Alle öffentlichen Behörden und andere interessierte Kreise sind herzlich eingeladen, ihre Meinung bis zum 5. März 2012 zu äußern. Hier geht es zur KConsultation.