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Die politischen Führer der EU und Chinas haben sich auf ein gemeinsames Konzept für das Jahr des interkulturellen Dialogs EU/China 2012 verständigt. Im Rahmen des Jahrs des interkulturellen Dialogs soll nicht nur der kulturelle Austausch gefördert werden, sondern es sollen auch People-to-People-Kontakte jeder Art und die Mobilität gefördert werden.
Es wird erwartet, dass das Jahr des interkulturellen Dialogs zum gegenseitigen Verständnis und zur Strategieplanung in den betreffenden Bereichen (Kultur, Bildung, Forschung und Intellektuellenaustausch sowie Mehrsprachigkeit und Jugend) beitragen wird.
Es wird ein Anlass zum Feiern interkultureller Beziehungen, aber auch eine Gelegenheit zur Förderung des politischen und zivilgesellschaftlichen Dialogs sein und damit positive langfristige Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen der EU und China haben.
Das Jahr des interkulturellen Dialogs wird nicht nur politische Themen abdecken, die unmittelbaren Einfluss auf den Kulturbereich haben, sondern auch Themen, die allgemeiner zur Schaffung eines Umfelds beitragen können, das dem Austausch und gegenseitigen Verständnis förderlich ist.
Es wird erwartet, dass das Jahr des interkulturellen Dialogs zum zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen der EU und China beitragen wird, durch eine Bündelung von Kräften und das Identifizieren von Synergien im Hinblick auf bestehende und geplante Projekte. Hierzu wird ein Labellingverfahren eingeführt.
Neu entwickelte Initiativen können auf bereits vorhandene Finanzierungsquellen zurückgreifen, insbesondere auf:
MEDIA Mundus
Das Ziel von MEDIA Mundus ist die Stärkung der kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen den europäischen Filmschaffenden und ihren Kollegen in aller Welt. Im Rahmen von MEDIA Mundus stehen für den Zeitraum 2011 bis 2013 15 Millionen EUR für die Finanzierung gemeinsamer Projekte von europäischen Filmschaffenden und Partnern in Drittländern zur Verfügung.
Dieses Programm konzentriert sich auf Projekte, die fachliche Kompetenzen sowie den Informations- und Wissensaustausch fördern und nachhaltige Netzwerke aufbauen. Es hilft den Filmschaffenden, Partner für Koproduktionen zu finden, und unterstützt den internationalen Absatz und die internationale Werbung für audiovisuelle Werke. Außerdem soll es die weltweite Verbreitung und Präsentation audiovisueller Werke verbessern und die Nachfrage des Publikums nach kulturell vielfältigen audiovisuellen Inhalten fördern.
In MEDIA Mundus zeigt sich das Bekenntnis der EU zum UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, das am 18. März 2007 in Kraft getreten ist. Eines der Ziele des Übereinkommens ist der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit „mit dem Ziel eines weltweit intensiveren und ausgewogeneren kulturellen Austausches“.
Weitere Informationen zu MEDIA Mundus finden Sie auf:
http://ec.europa.eu/culture/media/mundus/index_de.htm
Handelsprojekt zwischen der EU und China (EUCTP)
Das Handelsprojekt zwischen der EU und China (EUCTP) wurde 2004 von der Europäischen Kommission und dem Handelsministerium der Volksrepublik China ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China sowie das gegenseitige Verständnis weiter zu verbessern. Dies soll durch Unterstützung der kontinuierlichen Integration Chinas in das Welthandelssystem sowie durch Unterstützung seines institutionellen, politischen und ordnungspolitischen Reformprozesses erreicht werden.
Dieses Projekt ist mit gemeinsamen Mitteln in Höhe von 20,6 Millionen EUR für einen Zeitraum von fünf Jahren das weltweit größte handelsbezogene technische Unterstützungsprojekt der EU. Damit sollen über 100 Projekte in den Bereichen Sozial- und Wirtschaftsreform, nachhaltige Entwicklung und gute Verwaltung gefördert werden.
Das EUCTP finanziert eine Reihe von Aktivitäten wie Konferenzen, Seminare und Workshops, Schulungsprogramme und Studien, Studienaufenthalte in Europa und Praktika.
In der Vergangenheit waren solche Aktivitäten stark auf den Handel und handelsbezogene Themen wie geistige Eigentumsrechte, Industriepolitik, Wettbewerbspolitik, öffentliches Beschaffungswesen, Landwirtschaft und Zölle sowie nachhaltiger Handel fokussiert.
Weitere Informationen zum Handelsprojekt zwischen der EU und China finden Sie auf: http://www.euctp.org/.