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Handelspartner

‘Handel’, ‘Kommerz’ oder ‘internationale Geschäfte’ – wie man es auch nennt, Importe und Exporte sind die wichtigsten Kontakte der EU mit dem Rest der Welt.

Handelspartner

Die Europäische Union ist eine richtige Handelsmacht. Aber was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns? Na ja, ohne internationalen Handel wären die Preise höher und das Warenangebot kleiner. Nehmen wir zum Beispiel ein paar ganz normale Jeans: Die Baumwolle wächst in Mali, wird in Ägypten gewebt, mit Indigo aus Indien gefärbt und in Bangladesch nach dem Schnittmuster eines europäischen Designers zusammengenäht. Und das ist nur ein Kleidungsstück…

2011 exportierte die EU Waren und Dienstleistungen im Wert von erstaunlichen 2 130 Milliarden Euro – das ist fast so viel wie die 2 182 Millarden Euro, für die Waren und Dienstleistungen nach Europa eingeführt wurden. Europa ist in der Tat der weltgrößte Exporteur von Waren und Dienstleistungen. Unsere wichtigsten Handelspartner sind die Vereinigten Staaten, China und Russland. Hinzu kommt, dass die EU für über hundert Länder der größte Exportmarkt ist.

Wusstest du schon?
18,6% der weltweiten Importe und Exporte entfallen auf die 27 EU-Länder – sie stellen aber nur 7% der Weltbevölkerung.

Die Vorteile des Handels

Handel beruht auf dem einfachen Prinzip, dass jedes Land das tut, was es gut kann. Ein Land muss nicht das absolut beste in der Produktion von etwas sein. Wenn es aber im Vergleich zu anderen Ländern besser ist, dann macht es Sinn, wenn es sich auf diesen Bereich spezialisiert und seine anderen Bedürfnisse durch Handel befriedigt. Das nennt man den ‘komparativen Vorteil’. Davon profitieren alle Handelspartner.

So gesehen lohnt sich der Handel für alle Länder, die mitmachen, während jene, die sich von der Außenwelt abkapseln, eher schlecht abschneiden. Die EU schließt Abkommen, um Zölle zu senken und andere Handelsschranken zu beseitigen. Auf diese Weise möchte die EU neue Märkte für europäische Unternehmen erschließen, Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft ankurbeln.

Beim Handel geht es jedoch nicht nur um Waren und Dienstleistungen, sondern auch um internationale Geldströme, die ihrerseits Wachstum und Entwicklung fördern. Im Jahr 2011 investierte die EU über 360 Milliarden Euro weltweit; andere Länder investierten über 225 Milliarden Euro in Europa.

Zusammenarbeiten

So wie die 27 EU-Länder einen gemeinsamen Markt und eine gemeinsame Außengrenze haben, so haben sie auch eine gemeinsame Handelspolitik. Der EU-Handelskommissar führt für sie die Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation (WTO) und den einzelnen Handelspartnern. Zusammen sind die EU-Länder stark genug, um ein offenes internationales Handelssystem mit fairen Regeln zu gestalten und für die Einhaltung dieser Regeln zu sorgen.

Nach den Regeln spielen
Weil internationaler Handel so wichtig ist, sind 153 Länder der WTO beigetreten. Sie legt Handelsregeln fest und tritt als Schiedsrichter auf, wenn ein Land glaubt, ein anderes habe nicht fair gespielt.

Die EU spielt aber nicht nur bei der WTO eine wichtige Rolle. Sie arbeitet auch direkt mit Europas Handelspartnern zusammen, um Probleme für Exporteure zu beseitigen, neue Möglichkeiten für Investoren zu schaffen und die Produktfälschung zu bekämpfen. Damit die Anliegen der einfachen Bürger bei den Verhandlungen berücksichtigt werden, ist das Europäische Parlament voll in die Handelspolitik eingebunden.

Nachhaltiger Handel

Die EU-Handelspolitik konzentriert sich nicht nur auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und auf das Wirtschaftswachstum in Europa, sondern hat auch das Ziel, Menschen in ärmeren Ländern durch den Handel einen Weg aus der Armut zu ermöglichen. Europa hat deshalb seine Märkte für Einfuhren aus den ärmsten Ländern geöffnet und hilft ihnen, die Möglichkeiten, die der Handel bietet, verstärkt zu nutzen.

Neben dem Handel mit den Partnerländern setzt sich die EU auch für den weltweiten Umweltschutz und den Kampf gegen den Klimawandel ein. Sie verbessert Arbeitsbedingungen und sorgt dafür, dass die Produkte, die wir kaufen und verkaufen, sicher und gesund sind.

Beyond bordersIch will wissen, was ich da kaufe und woher es kommt. Gefälschte Produkte vermeide ich, wenn es geht. Bei Lebensmitteln ist es mir sehr wichtig, woher sie kommen. - Valentina, 18, Belgien..
Den Handel mit den Andenländern fördern
Vor dem Abschluss von Handelsabkommen analysiert die EU die potenziellen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen: Wie werden mehr Handel und Investitionen z. B. die Steuereinnahmen, die Landnutzung oder die Beschäftigung beeinflussen? Bei den Verhandlungen mit den Andenländern Kolumbien und Peru zum Beispiel gab die EU unabhängige Forschungen zu diesen Themen in Auftrag.