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Häufig gestellte Fragen


Welchen Anforderungen muss ein Kosmetikprodukt im Hinblick auf Tierversuche gerecht werden?

Die Kosmetikrichtlinie sieht ein Regelwerk für den Ausstieg aus Tierversuchen vor. Sie verbietet das Testen kosmetischer Fertigerzeugnisse und Inhaltsstoffe an Tieren (Testverbot) sowie die Vermarktung kosmetischer Mittel, die entweder als Fertigerzeugnisse oder als deren Bestandteile an Tieren getestet wurden, innerhalb der Europäischen Union (Vermarktungsverbot).

Das Testverbot für kosmetische Fertigerzeugnisse ist seit dem 11. September 2004 in Kraft, und jenes für Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen seit dem 11. März 2009. Das Testverbot gilt unabhängig davon, ob Alternativmethoden verfügbar sind.

Das Vermarktungsverbot ist seit dem 11. März 2009 in Kraft und gilt für alle Versuche im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit. Ausgenommen sind Versuche betreffend Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Toxikokinetik. Bezüglich dieser speziellen Tests im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit kommt das Vermarktungsverbot schrittweise zur Anwendung, sobald Alternativmethoden unter gebührender Berücksichtigung des OECD-Validierungsprozesses bestätigt und im EU-Recht angenommen wurden. Hierfür ist jedoch eine Frist von höchstens 10 Jahren ab Inkrafttreten der Richtlinie, d.h. ab dem 11. März 2013, vorgesehen, ungeachtet der Verfügbarkeit von Alternativmethoden.

Sind noch keine alternativen Testmethoden verfügbar, können Ergebnisse von Tierversuchen, die vor dem 11. März 2009 durchgeführt wurden, verwendet werden, um die Unbedenklichkeit des auf den Gemeinschaftsmarkt gebrachten Kosmetikproduktes zu belegen.

Welches Verfahren ist bei einem Kosmetikprodukt zu beachten, das auf den EU-Markt gebracht wird?

Die Kosmetikrichtlinie English (en) ist das wichtigste Regelwerk für das Inverkehrbringen von Kosmetikprodukten auf dem Gemeinschaftsmarkt. Sie besagt, dass keine Genehmigung erforderlich ist, bevor Kosmetikprodukte auf den europäischen Markt gebracht werden. Der Hersteller oder Importeur muss jedoch die Unbedenklichkeit des auf den Gemeinschaftsmarkt gebrachten Kosmetikproduktes gewährleisten. Hierfür ist ein "Sicherheitsdossier", das unter anderem eine Bewertung der Unbedenklichkeit des Produkts für die menschliche Gesundheit umfasst, für etwaige Kontrollen durch die zuständigen Behörden jederzeit zugänglich aufzubewahren. Darüber hinaus ist jedes Produkt der zuständigen Behörde des Mitgliedstaates, in dem es hergestellt oder erstmals importiert wird (siehe Art. 7a, Kosmetikrichtlinie), zu melden.

Zudem enthält die Kosmetikrichtlinie insbesondere Listen von Stoffen, die entweder verboten sind (Anhang II) oder anderen Einschränkungen, etwa Höchstkonzentrationen, unterliegen (Anhang III). Die Kosmetikrichtlinie umfasst außerdem so genannte "Positivlisten". So dürfen nur Stoffe, die in Anhang IV (Farbstoffe), Anhang VI (Konservierungsstoffe) und Anhang VII (UV-Filter) angeführt sind, in Kosmetika verwendet werden.

Letzte Aktualisierung: 13/07/2010 | Seitenanfang