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Verbot von Tierversuchen

Hase © Eric Isselée - Fotolia.com

Regulatory context

Die Kosmetikrichtlinie schreibt vor, dass Tierversuche mit kosmetischen Mitteln und deren Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen schrittweise abgeschafft werden (Testverbot). Daneben verbietet sie das Inverkehrbringen kosmetischer Mittel, die entweder als Fertigerzeugnisse oder als deren Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen an Tieren getestet worden sind. (Vermarktungsverbot).

Das Testverbot für kosmetische Fertigerzeugnisse findet seit 11. September 2004 Anwendung, wohingegen das Testverbot für Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen schrittweise zur Anwendung kommt, sobald Alternativmethoden validiert und rechtlich anerkannt worden sind. Das Testverbot für Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen greift spätestens 6 Jahre nach dem Inkrafttreten der "siebten Änderungsrichtlinie", d.h. 11. März 2009, ungeachtet der Verfügbarkeit von Alternativmethoden.

Das Vermarktungsverbot kommt schrittweise zur Anwendung, sobald Alternativmethoden auf Gemeinschaftsebene unter gebührender Berücksichtigung des Validierungsprozesses innerhalb der OECD angenommen wurden. Dieses Vermarktungsverbot findet spätestens 6 Jahre nach dem Inkrafttreten der "siebten Änderungsrichtlinie", d.h. am 11. März 2009, ungeachtet der Verfügbarkeit von Alternativmethoden für alle Versuche im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit Anwendung. Ausgenommen sind insoweit lediglich Versuche betreffend die Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Toxikokinetik, für die noch keine Alternativen vorliegen. Im Zusammenhang mit diesen spezifischen Tests ist eine Frist von 10 Jahren nach dem Inkrafttreten der "siebten Änderungsrichtlinie", d.h. 11. März 2013, ungeachtet der Verfügbarkeit von Alternativmethoden vorgesehen.

Zeitplan pdf - 171 KB [171 KB] English (en) für die schrittweise Abschaffung von Tierversuchen

Dokumente über Tierversuche:

  • Berichte zu Tierversuchen English (en)
  • Empfehlung der Kommission vom 7. Juni 2006 zur Festlegung von Leitlinien für die Verwendung von Angaben, denen zufolge keine Tierversuche gemäß der Richtlinie 76/768/EWG des Rates durchgeführt wurden English (en)

Europäische Zusammenarbeit

Europäischen Zentrum zur Validierung alternativer Methoden (ECVAM)

Das ECVAMEnglish spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung, Validierung und internationalen Anerkennung alternativer Methoden.

Europäische Partnerschaft für die Förderung von Alternativkonzepten zu Tierversuchen (European Partnership to Alternative Approaches to Animal Testing)

Die Europäische Partnerschaft für die Förderung von Alternativkonzepten zu TierversuchenEnglish (EPAA) ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, europäischer Handelsverbände aus sieben Industriesektoren und einzelner Unternehmen. Sie wurde im November 2005 ins Leben gerufen, um die Entwicklung und Umsetzung neuer 3R-Methoden (replace, reduce, refine) zur Vermeidung, Verminderung, und Verfeinerung von Tierversuchen sowie moderner Alternativansätze für Unbedenklichkeitstests zu fördern. Die EPAA-Website enthält außerdem Informationen über die JahreskonferenzenEnglish.

Internationale Zusammenarbeit

Oktober 2008: Rahmen für internationale Zusammenarbeit zu alternativen Versuchsmethoden (Framework for International Cooperation on Alternative Test Methods, ICATM) pdf - 29 KB [29 KB] English (en)

Für einen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten zur Entwicklung von alternativen Tests:

  • EuroparatEnglish
  • OECDEnglish
Letzte Aktualisierung: 13/07/2010 | Seitenanfang