Europäische Kommission

Die Kommission DelorsDie Kommission Delors

Der Vertrag von Maastricht

Der Vertrag von Maastricht

Jacques Delors stand von Januar 1985 bis Dezember 1994 an der Spitze der Kommission. Unter ihrer Regie kam es zu wichtigen Haushaltsreformen, und sie gab dem europäischen Einigungsprozess wichtige Impulse – nicht zuletzt durch die von ihr vorangetriebene Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte im Februar 1986. Jacques Delors und seine Kommissare gelten als „Väter des Euro“. Sie vollendeten zudem die Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion, die durch den Vertrag von Maastricht (1992) begründet wurde. Das Ende seiner Amtszeit wurde von der dritten EU-Erweiterung geprägt: 1995 begrüßte die EU der 12 Mitgliedstaaten drei neue Mitglieder (Österreich, Finnland und Schweden).

Jacques Delors im Porträt

  • Der französische Ökonom und Politiker Jacques Lucien Jean Delors wurde am 20. Juli 1925 in Paris geboren.
  • Seit Mitte der 40er- bis in die 60er-Jahre hatte Delors verschiedene Stellen bei der französischen Notenbank und in der Wirtschaftsplanungsbehörde („Commissariat au Plan“) inne. Der Premierminister Jacques Chaban-Delmas berief ihn 1969 zu seinem Berater. Von 1981–84 war Delors Wirtschafts- und Finanzminister. Seit dem Jahr 2000 ist er Präsident des Rats für Beschäftigung, Einkommen und sozialen Zusammenhalt (CERC).
  • Als Abgeordneter des Europäischen Parlaments von 1979 bis 1981 war Delors Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Währung. Er engagierte sich außerdem für die Europäische Sozialcharta (1961) und die ERASMUS-Programme.
  • Er unterrichtete an der Universität Paris-Dauphine (1974–79) und an der französischen Verwaltungshochschule ENA. Von 1993–96 war er Vorsitzender der UNESCO-Kommission „Bildung für das 21. Jahrhundert“ und von 1995–99 Vorsitzender des Verwaltungsrats des Europa-Kollegs in Brügge (Belgien).

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