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Neue Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Kultur

Die Europäische Kommission glaubt fest daran, dass allgemeine und berufliche Bildung sowie Kreativität wesentliche Voraussetzungen für das Wohl künftiger Generationen sind, und hat daher am 23. November einen Vorschlag für zwei neue Programme vorgelegt: „Erasmus für alle“ und „Kreatives Europa“. Kommissarin Vassiliou stellte die beiden Programme vor: Sie sehen nicht nur eine Straffung in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Kultur vor, sondern auch stärker zielgerichtete Prioritäten und Aktivitäten, um den neuen Herausforderungen Rechnung zu tragen, vor denen Europa steht.

"Meinem Wunsch, mehr in Allgemeinbildung, Jugend, Kreativität und Innovation zu investieren, liegt meine Überzeugung zugrunde, dass wir hier Wachstumsbereiche vor uns haben, in denen Europa beträchtlichen Mehrwert erzielen kann. Die Vorschläge für „Erasmus für alle“ und „Kreatives Europa“ setzen den Hebel genau an der richtigen Stelle an. Ich bin mir sicher, dass sie die erwünschten Ergebnisse bringen“, stellte Kommissarin Vassiliou fest.

Erasmus für alle

„Erasmus für alle“ steht Personen in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen offen, die in der allgemeinen und beruflichen Bildung, im Jugend- und im Sportbereich tätig sind. Es wird im Zeitraum 2014–2020 rund fünf Millionen Menschen die Möglichkeit eröffnen, im Ausland zu lernen und zu studieren. Damit wird die EU einen breiten Personenkreis – nicht nur Hochschulstudenten – in die Lage versetzen, neue Kenntnisse zu erwerben. Außerdem wird sie zur Verbesserung der Qualität der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU und darüber hinaus beitragen. Der Kommissionsvorschlag sieht Mittel in Höhe von 19 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014–2020 vor, also eine Aufstockung um rund 70 % gegenüber dem laufenden Programm. Dies belegt die große Bedeutung, die die Kommission der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Jugend beimisst.

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Erasmus für alle

Kreatives Europa

Die verstärkte EU-Förderung im Rahmen des neuen Programms „Kreatives Europa“ käme tausenden Menschen zugute, die beim Film, fürs Fernsehen, im Bereich Kultur und kulturelles Erbe, in der Musikbranche, den darstellenden Künsten und verwandten Bereichen arbeiten. Mit vorgesehenen Mitteln in Höhe von 1,8 Mrd. Euro für den Zeitraum 2014–2020 würde das Programm der Kultur- und Kreativbranche, die eine wichtige Quelle für Beschäftigung und Wachstum in Europa ist, den dringend benötigten Auftrieb geben.

Mehr als 900 Mio. Euro an Programmgeldern wären für die Kino- und audiovisuelle Branche (dieser Bereich wird derzeit vom Programm MEDIA abgedeckt) und fast 500 Mio. Euro für Kultur vorgemerkt. Darüber hinaus schlägt die Kommission folgende Zuweisungen vor: mehr als 210 Mio. Euro für eine neue Finanzgarantiefazilität, mit deren Hilfe kleine Akteure Zugang zu Bankdarlehen im Gesamtwert von bis zu 1 Mrd. Euro erhalten könnten; ferner rund 60 Mio. EUR für die Unterstützung der politischen Zusammenarbeit sowie die Förderung neuer Geschäftsmodelle und innovativer Ansätze für die Erschließung neuer Publikumsschichten.

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Kreatives Europa

Letzte Aktualisierung: 13/06/2012 |  Seitenanfang