EU-Kommissarin Vassiliou und EU-Kommissar Füle zu Gesprächen mit Ministern der Östlichen Partnerschaft in Jerewan

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EU-Kommissarin Vassiliou und EU-Kommissar Füle zu Gesprächen mit Ministern der Östlichen Partnerschaft in Jerewan

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, und Helga Schmid, Stellvertretende Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes, vertreten die Europäische Union beim dritten Informellen Dialog der Östlichen Partnerschaft in Jerewan, Armenien, am 13. September. Das Treffen bringt Minister und hochrangige Beamte aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau und Ukraine) zusammen.

Kommissar Füle und die Stellvertretende Generalsekretärin Schmid, die die Hohe Vertreterin der EU und Vizepräsidentin der Kommission, Catherine Ashton, vertritt, werden an einer Sitzung der Außenminister teilnehmen. Neben Themen der Östlichen Partnerschaft und jüngsten Entwicklungen in der Region wird die Stellvertretende Generalsekretärin Schmid auch andere außenpolitische Themen von gemeinsamem Interesse ansprechen, etwa Iran, Syrien und Ägypten. Kommissarin Vassiliou wird an einer separaten Sitzung mit den Bildungsministern teilnehmen, bei der auch Dainius Pavalkis, der litauische Minister für Bildung und Wissenschaft, als Vertreter des EU-Ratsvorsitzes anwesend sein wird.

Die Treffen im Rahmen des Informellen Dialogs dienen der Vorbereitung des dritten Gipfeltreffens der Östlichen Partnerschaft am 28. und 29. November. Sie verdeutlichen auch das Engagement der EU für die Förderung der Östlichen Partnerschaft und die Ausweitung der sektoralen Zusammenarbeit.

Kommissarin Vassiliou wird die neuen Möglichkeiten vorstellen, die ERASMUS +, das neue Programm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, Studierenden aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft bietet, die einen Teil ihres Studium an Hochschulen in der EU absolvieren möchten. Die Kommission sieht vor, dass den nicht der EU angehörenden Partnerländern 400 Mio. EUR pro Jahr für Arbeitskräftemobilität und Kooperation aus dem Programm bereitgestellt werden. Projekte zum Aufbau von Kapazitäten, die derzeit im Rahmen des Programms Tempus finanziert werden, werden ebenso zusätzliche Mittel aus Erasmus+ erhalten.

„Unsere derzeit laufenden Programme Tempus und Erasmus Mundus waren seit ihrer Einführung in der Region der Östlichen Partnerschaft sehr erfolgreich, und ich freue mich, dass wir in der Lage sein werden, den Austausch von Studierenden im Rahmen von Erasmus+ noch stärker zu fördern. Die Qualität der Bildung ist ein wesentlicher Faktor für den Wohlstand und die Stabilität unserer Gesellschaften; ohne gut funktionierende Bildungssysteme kann es weder Wachstum noch Entwicklung geben“, sagte Kommissarin Vassiliou.

Studierende aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft werden auch in den Genuss von Stipendien für gemeinsame Master-Studiengänge kommen. Doktoranden-Stipendien werden im Rahmen der jetzt Marie-Skłodowska-Curie-Aktionen genannten Maßnahmen finanziert, die Teil des neuen Programms „Horizont 2020“ sind.

Hintergrund

Die Informellen Dialoge der Östlichen Partnerschaft finden zweimal jährlich statt; sie sollen das Verantwortungsgefühl der Partner für den Prozess stärken und die Sichtbarkeit der Östlichen Partnerschaft fördern.

Erasmus+, das sieben derzeitige Mobilitätsprogramme, darunter Erasmus Mundus und Tempus, ersetzen soll, wird voraussichtlich im Herbst vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt und soll im Januar 2014 anlaufen. Vorgesehen ist eine

Gesamtmittelausstattung von rund 14,5 Mrd. EUR.

Seit 2004 hat die EU über Erasmus Mundus 150 Mio. EUR für fast 6000 Studierende und Fachkräfte aus der Region der Östlichen Partnerschaft bereitgestellt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an einer Universität in der EU zu absolvieren. 700 der Begünstigten stammen aus Armenien. Darüber hinaus haben mehr als 200 Forschende und 135 Einrichtungen aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft von den Marie-Curie-Maßnahmen profitiert, dem Mobilitätsprogramm der EU für die berufliche Entwicklung und Fortbildung von Wissenschaftlern.

Seit 2007 hat Tempus mehr als 100 Mio. EUR in Universitäten der Östlichen Partnerschaft für die Entwicklung neuer Lehrpläne, die Ausbildung der Lehrkräfte und die Modernisierung der Ausrüstung investiert. Die Mittelausstattung sowohl für Erasmus Mundus als auch für Tempus ist seit 2011 deutlich gestiegen. 2012 wurde das Erasmus-Mundus-Budget für die Region auf mehr als 35 Mio. EUR verdoppelt. Für Tempus erhöhten sich die Mittel für diese Länder von knapp 13 Mio. EUR im Jahr 2011 auf rund 42,5 Mio. EUR 2012.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Androulla Vassiliou auf Twitter folgen: @VassiliouEU

Letzte Aktualisierung: 13/09/2013 |  Seitenanfang