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18/07/2014

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Industrie und Unternehmertum

Tourismus

Europa muss beliebtestes Reiseziel bleiben!

Ferienreisen verschönern das Leben. Sie sind ein Schlüsselfaktor bei der Bewertung der Lebensqualität und sollten mehr Menschen offen stehen. Außerdem gibt der Tourismus unserer Wirtschaft kräftige Impulse.

Die Europäische Kommission möchte den Fremdenverkehrssektor ausbauen und dafür sorgen, dass die dort erzielten Umsätze sich gleichmäßiger über das Jahr verteilen. Dazu muss unser Angebot besser und vielfältiger werden. Deshalb unterstützen wir die Entwicklung neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle, darunter grenzübergreifende Tourismusprodukte, die sich am Kulturerbe und historischen Reisewegen orientieren, weniger bekannte herausragende europäische Reiseziele (Programm EDEN) sowie Agro- und Thermalbad-Tourismus. Außerdem fördern wir Innovationen in traditionellen Teilsektoren wie dem Badetourismus – die bei Weitem beliebteste, aber stark saisongebundene Ferienoption der Europäerinnen und Europäer.

Um auch jene zu erreichen, die sonst eher nicht reisen, hat die Kommission die Initiative Calypso eingeleitet. Damit sollen Ferienreisen breiteren Bevölkerungskreisen ermöglicht werden, indem für Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Familien mit niedrigem Einkommen und Senioren der internationale Tourismus in der Nebensaison gefördert wird. Das dient sowohl der sozialen Gerechtigkeit als auch der Wirtschaft. Im Fremdenverkehrssektor besteht enormes unerschlossenes Potenzial. Nach unseren Schätzungen entgehen der EU-Tourismusindustrie jährlich 160 Milliarden Euro wegen unzureichender Zugänglichkeit ihrer Anlagen. Diese Lücke könnte mit geringen Investitionen geschlossen werden.

„Der Tourismus ist umsatzmäßig Europas drittwichtigste Branche, von der direkt oder indirekt 12 % aller Arbeitsplätze in der EU abhängen. Wir sollten diese Wirtschaftskraft erhalten und das brachliegende Potenzial erschließen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig sollten wir dafür sorgen, dass mehr Menschen das Leistungsangebot im Tourismus wahrnehmen können, was in meinen Augen ein sehr guter Indikator für Lebensqualität ist.“

Derzeit ist jede(r) vierte EU-Bürger(in) zwischen 55 und 80 Jahre alt. Davon reisen lediglich 41 %, obwohl die meisten sowohl die Mittel als auch die Zeit dazu hätten. Mit ihrer Initiative „Tourismus für Senioren“ möchte die Kommission einerseits die Senioren zu Ferienreisen animieren und andererseits den Tourismus in der Nebensaison ausbauen.

Außerdem sollen Touristen aus Ländern außerhalb der EU angezogen werden. Europa ist das wichtigste Ferienreiseziel der Welt – es steht für die Hälfte des globalen Marktvolumens. Von derzeit weltweit 535 Millionen Touristen besuchten 401,2 Millionen die EU, und für die nächsten Jahre wird ein erheblicher Anstieg erwartet. Wir sind entschlossen, die europäische Führungsstellung zu verteidigen.

Europa steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen. Der Wettbewerb seitens gut aufgestellter Konkurrenten und der Schwellenländer wird intensiver. 2012 nahm die Zahl der internationalen Besucher in der EU um 2,5 % zu. Im asiatisch-pazifischen Raum betrug die Wachstumsrate 6,9 %, in Afrika 5,4 % und in Amerika 4,6 %. Wenn es darum geht, neue Touristen aus Nicht-EU-Staaten und insbesondere Schwellenländern anzuziehen, hinkt die EU anderen Regionen hinterher.

Um diesen Trend umzukehren, müssen wir zunächst ausländischen Touristen die Einreise in die EU erleichtern. Die Kommission wird bis Ende 2013 einen überarbeiteten Visakodex vorlegen, um die Erteilung von Kurzaufenthaltsvisa für Touristen aus Schwellenländern zu vereinfachen. 

Klarere und straffere Visaverfahren dürften zu einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen führen sowie das Wirtschaftswachstum und den kulturellen Austausch fördern. Die Überarbeitung des Visakodex wird gleichwohl keine Auswirkungen auf die Sicherheit haben, die für die EU oberste Priorität hat. Bei den Sicherheitsprüfungen wird es keine Änderungen geben.

Weitere Informationen

Europa muss beim internationalen Fremdenverkehr Spitze bleiben!

Letzte Aktualisierung: 18/07/2014 |  Seitenanfang