Mitglied der Europäischen Kommission - Maroš Sefcovic - Interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung

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Europa, Demokratie und Pragmatismus: Griechenlands Erbe für die Welt

Europa, Demokratie und Pragmatismus – all dies verdanken wir Griechenland. Dies war die Botschaft des Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, an den Ministerpräsidenten Griechenlands, Antonis Samaras, am 15. Januar, als die Mitglieder des Europäischen Parlaments über die Schwerpunkte des griechischen Ratsvorsitzes debattierten.

Vor noch nicht einmal einem Jahr gab es zahlreiche Bedenkenträger, die voraussagten, dass Griechenlands Probleme seinen Austritt aus dem Euroraum oder gar der EU zur Folge haben würden, sagte Präsident Barroso.  Doch dank der Opfer und Bemühungen des griechischen Volkes ist Griechenland, die Wiege unserer Demokratie, weiterhin sehr wohl Teil der EU und steht nun am Anfang seines fünften Ratsvorsitzes. 

In seiner Ansprache zum Abschluss der ausführlichen Debatte schloss sich Vizepräsident Maroš Šefčovič den Ausführungen des Kommissionspräsidenten an und betonte, dass die Kommission schon immer die Bemühungen der griechischen Bürgerinnen und Bürger zur Bewältigung der Krise unterstützt hatte. „Grexit“ sei nie eine Option gewesen. 

Er sagte, Griechenland stünde nicht mehr am Abgrund, weil die griechischen Bürgerinnen und Bürger hart an der Reform von Wirtschaft und Gesellschaft gearbeitet hätten. Dank gebühre auch allen denjenigen in Europa, die sie dabei unermüdlich, solidarisch und entschieden unterstützt haben. 

Ferner wies er darauf hin, dass die Andeutungen einiger Abgeordneter, dass der Euro selbst schuld sei an den Problemen Griechenlands, jeglicher Grundlage entbehrten.  Finanzprobleme traten auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern auf, auch außerhalb des Euroraums, was ein Zeichen dafür sei, dass tiefgreifende Reformen der Wirtschaftsführung und der Verwaltung der einzige Weg zur Wiederbelebung seien. 

Vizepräsident Šefčovič beteiligte sich überdies an der Debatte über den litauischen Ratsvorsitz, indem er auf die großen Leistungen des baltischen Staates anlässlich seiner ersten EU-Präsidentschaft hinwies.  (Videoaufnahme der Abschlussbemerkungen)

Er lobte die Litauer für ihr Verhandlungsgeschick in den schwierigsten Themenbereichen, nicht zuletzt dem Haushalt für die kommenden sieben Jahre oder dem MFR, der rechtzeitig für sein Inkrafttreten am 1. Januar diesen Jahres verabschiedet wurde. 

Auch bei der Bankenunion wurden während des litauischen Ratsvorsitzes Fortschritte erzielt, wiewohl Vizepräsident  Šefčovič warnte, dass die zwischenstaatliche Vereinbarung von Vilnius zur Abwicklung von Banken nicht ausreiche, um die Forderung der Bürgerinnen und Bürger nach einer strengeren Regulierung des Banksektors zu erfüllen.  Er versicherte, dass die Kommission auch unter der griechischen Präsidentschaft auf eine zufriedenstellende Lösung hinarbeiten werde, die fest auf der Gemeinschaftsgrundlage beruhe.

Letzte Aktualisierung: 16/07/2014 |  Seitenanfang