Verwaltung der Europäischen Kommission

Der Betrieb einer großen internationalen Organisation wie der Kommission ist eine ständige Herausforderung. Die Kommission hat 40 verschiedene Dienststellen und ist organisatorisch nationalen Regierungen und Zentralverwaltungen vergleichbar.

Die Kommissionsdienststellen und ihre Mitarbeiter sind an verschiedenen Orten in ganz Europa angesiedelt, vorwiegend in Brüssel (65 %) und Luxemburg (12 %), aber auch in anderen europäischen Städten (11 %), z. B. in Ispra (Italien), Karlsruhe (Deutschland) und Grange (Irland). Daneben gibt es Vertretungsbüros der Kommission in der Hauptstadt jedes EU-Landes und in über 130 EU-Delegationen (Botschaften) in der ganzen Welt (die insgesamt 12 % der Bediensteten beschäftigen).

Abgesehen von der Vielzahl an Dienstorten ist eine weitere Besonderheit der Kommission, dass sie zur Kommunikation in 24 Amtssprachen in der Lage sein muss. Alle Organisationen und Bürger sind berechtigt, in ihrer Sprache Anfragen an die Kommission zu richten und Antwort zu erhalten. Rechtsvorschriften und Beschlüsse müssen in allen Sprachen verfügbar sein.

Die Kommission hat insgesamt rund 30 000 Beschäftigte mit 28 unterschiedlichen Nationalitäten. Davon sind 55 % Frauen und 45 % Männer. Manchmal wird Kritik an der Personalstärke der Kommission laut. Tatsächlich ist diese angesichts der oben angeführten Fakten völlig angemessen.

Die Verwaltungen großer Städte sind oftmals mindestens ebenso groß, wenn nicht deutlich größer (beispielsweise beschäftigte die Stadt Stockholm nach den Angaben auf ihrer Website im Jahr 2013 40 000 Personen). Gegenüber den nationalen Ministerien großer EU-Länder sind die Kommissionsdienststellen häufig wesentlich kleiner, obwohl ihre Arbeit nicht nur ein Land betrifft, sondern 28, und viel größere Dimensionen erreicht (z. B. beschäftigt die GD MOVE 500 Bedienstete, das britische Department for Transport hingegen 1 600 Personen [Zahlen von 2013]).

Dies hindert die Kommission jedoch nicht daran, noch weitere Effizienzgewinne anzustreben. Die Kommission bewältigt schon seit einigen Jahren eine stetig steigende Anzahl von Aufgaben ohne zusätzliche Mittel (die Zahl der Planstellen ging zwischen 2011 und 2013 um 0,5 % zurück). Außerdem begann 2013 ein Personalabbau um 5 %, der ebenfalls vor dem Hintergrund einer stetigen Zunahme der Aufgaben vollzogen wird, die das Parlament und die EU-Länder der Kommission übertragen.

Es ist eine ständige Herausforderung, die interne Organisation und die internen Verfahren der Kommission so zu gestalten, dass hochwertige Arbeit und Kohärenz gewährleistet sind.

Die interne Verwaltung der Kommission ist zuständig für die Bediensteten der Kommission  – in einigen Bereichen auch für die Mitarbeiter anderer EU-Institutionen –, für die Auswahl und Einstellung der jeweils geeignetsten Bewerber und für die Wahrung geografischer Ausgewogenheit zwischen den verschiedenen Nationalitäten. Sie bemüht sich um einen möglichst effizienten Einsatz der personellen Ressourcen, verwaltet die Laufbahnen sowie die Rechte und Pflichten der Bediensteten, organisiert Fortbildungsmaßnahmen und sorgt erforderlichenfalls für die Durchsetzung der Vorschriften.

Weitere Aufgaben sind die Anschaffung moderner und leistungsfähiger IT-Systeme und deren Anpassung an neue betriebliche Erfordernisse sowie die Bereitstellung von Infrastruktur und Logistik für die Dienststellen. Dies umfasst sämtliche Leistungen – von der Organisation von Büroraum über Hauspost bis zum Management ausgelagerter Dienste wie Kantinen und Gebäudereinigung. Nicht zuletzt muss die Verwaltung auch die Sicherheit der Mitarbeiter, der Gebäude, IT-Systeme und vertraulicher Informationen gewährleisten.

Die Strategien, Verfahren und Regeln müssen ständig angepasst werden, um neuen politischen Erfordernissen, Managementforderungen und den Erwartungen des Personals vor dem Hintergrund starker Haushaltszwänge Rechnung tragen zu können.

 

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Letzte Aktualisierung: 22/10/2014 |  Seitenanfang