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22/07/14

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Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft

Internationaler Tag der Frau: Nulltoleranz für weibliche Genitalverstümmelung

Viviane Reding © EU

Im Vorfeld des Internationalen Frauentags haben Vizepräsidentin Viviane Reding und Kommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch einen Runden Tisch veranstaltet und eine öffentliche Anhörung eingeleitet, um Meinungen über die Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung einzuholen. Die Kommission hat außerdem angekündigt, insgesamt 15 Millionen EUR zur Unterstützung von Maßnahmen der Mitgliedstaaten und für NRO bereitzustellen wird. Damit sollen unter anderem Sensibilisierungsmaßnahmen finanziert werden, mit denen auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden soll.  

Die EU hatte ihre Entschlossenheit, zur Ausmerzung der inakzeptablen Praxis der Genitalverstümmelung beizutragen, bereits in einer Erklärung am 6.Februar betont. Die heutige Veranstaltung stellt den Auftakt für die nächsten Schritte dar.

Zu den Kommissarinnen Reding und Malmström stießen Abgeordnete des Europäischen Parlaments und die weltweit führenden Aktivisten gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Die Gruppe diskutierte darüber, wie die Europäische Union den Mitgliedstaaten dabei helfen kann, dieser Praxis ein Ende zu setzen. Es wird angenommen, dass mehrere Hunderttausend Frauen in der EU betroffen sind.

In einer öffentlichen Konsultation sollen Meinungen eingeholt werden, wie auf EU-Ebene am besten Maßnahmen gegen die weibliche Genitalverstümmelung entwickelt werden können. Vizepräsidentin Reding forderte „alle Menschen, die Einblick in dieses Thema haben, [auf], darzulegen, wie der weiblichen Genitalverstümmelung ihrer Meinung nach am besten ein Ende bereitet werden kann.” Die Konsultation wird bis zum 30. Mai dieses Jahres laufen.  

Die Kommission hat außerdem angekündigt, 3,7 Millionen EUR zur Unterstützung von Sensibilisierungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten bereitzustellen, mit denen auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden soll. Ferner wendet sie 11,4 Millionen EUR für NRO und andere Organisationen auf, die Opfer unterstützen.

“Die EU wird alles dafür tun, die weibliche Genitalverstümmelung aus der Welt zu schaffen - nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern an 365 Tagen im Jahr", sagte Vizepräsidentin Reding, die für Justiz zuständige EU-Kommissarin. Alle Teilnehmer des Runden Tischs stellten sich zu 'Nulltoleranz‘-Fotos bereit. Engagieren auch Sie sich in der Kampagne und senden Sie Ihr Foto an COMM-SOCIAL-MEDIA-TEAM@ec.europa.eu oder twittern Sie über den Hashtag #ZeroFGM.

Weitere Informationen über das Engagement der EU zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung finden Sie auf der Website Justiz der Europäischen Kommission, und ausführlichere Informationen über einen neuen Bericht über weibliche Genitalverstümmelung in der EU sind in der Pressemitteilung enthalten.