Navigationsleiste

Atomgipfel und die EU –Südkorea-Gipfel (26.–28. März)

Südkorea ist ein natürlicher und gleichgesinnter Partner der Europäischen Union

Updated 28 March

Am Mittwoch, dem 28. März, fand der sechste EU-Südkorea-Gipfel statt. Die Teilnehmer diskutierten über die bilateralen Beziehungen, aber auch über regionale und globale Fragen.

Sie begrüßten die Ausweitung des bilateralen Handels nach der vorläufigen Anwendung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea seit dem 1. Jul 2011. „Südkorea ist ein natürlicher und gleichgesinnter Partner der Europäischen Union. Wir arbeiten nun eng zusammen, um das volle Potenzial unserer strategischen Partnerschaft und unserer Handels- und Investitionsbeziehungen auszuschöpfen“, erklärte der Präsident auf der Pressekonferenz im Anschluss an den Gipfel.

Zu den erfolgreichsten Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit zwischen der EU und Südkorea zählen gemeinsame Initiativen und der Austausch von Personal und Studenten im Bildungswesen, in Wissenschaft und Forschung sowie Innovation. Südkorea und die EU wollen daher ihre Zusammenarbeit in diesem Bereich im Rahmen des Programms Erasmus Mundus und anderer Programme noch weiter ausbauen.

"Nukleare Sicherheit ist eine absolute Priorität für die Europäische Union"

An dem Atomgipfel in Seoul nehmen die Staats- und Regierungschefs von 53 Ländern teil, um über Fortschritte bei den Bemühungen um eine Verbesserung der nuklearen Sicherheit weltweit zu diskutieren. In seiner Rede betonte EU-Kommissionspräsident Barroso, dass Sicherheit und Nichtverbreitung absolute Prioritäten für die Europäische Union sind. „Nach der Katastrophe von Fukushima hat Europa die Initiative ergriffen und umfangreiche Risiko- und Sicherheitsprüfungen für alle Atomkraftwerke in der EU eingeführt. Wir führen so genannte Stresstests auf der Grundlage einer gemeinsam vereinbarten Methode durch, die auch unseren Partnern als Modell dienen kann."

Diese Stresstests haben im vergangenen Juni begonnen und werden nach einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. In Stufe 1 (Safety track) wird geprüft, wie Atomkraftwerke extremen Ereignissen wie Naturkatastrophen oder menschlichem Versagen standhalten. Diese Tests sind sehr viel strenger als die bisherigen Genehmigungsverfahren. Stufe 2 (Security track) konzentriert sich auf die Gefahrenabwehr, auf Vorbeugung und Reaktion sowie die Behandlung von Terroranschlägen. Die Ergebnisse dieser Tests werden im Juni veröffentlicht werden, nach einer ausführlichen Peer Review durch Experten aus allen EU-Mitgliedstaaten. Die EU hat auch alle Nachbarn - die Schweiz, die Türkei, Russland und die Ukraine - eingeladen, an diesen Stresstests teilzunehmen. Einige sind bereits mit von der Partie.

Abschließend forderte der Präsident alle internationalen Partner auf: „Radioaktive Strahlung macht nicht an den Grenzen halt – das hat die Katastrophe von Fukushima gezeigt. Deshalb brauchen wir einen grenzüberschreitenden globalen Ansatz für die atomare Sicherheit. Unser Ziel ist ein robusterer und verlässlicherer Rahmen für die Atomkraft weltweit. Wir unterstützen schärfere internationale Vorschriften für die friedliche, sichere und nachhaltige Nutzung der Atomkraft."

Zur Erklärung auf der Pressekonferenz im Anschluss an den Gipfel

Zur gemeinsamen Presseerklärung im Anschluss an den Gipfel

Zum Video vom EU – Südkorea-Gipfel

Read the speech at the lunch with the Business community in Korea

Zur Rede auf dem Atomgipfel

Zum Video vom Atomgipfel

Weitere Informationen über den Atomgipfel