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Stabilität ist die Grundlage für Wachstum und Arbeitsplätze, erklärt Kommissionspräsident Barroso bei seinem Besuch in Österreich

Austrian Chancellor Werner Faymann and Jose Manuel Barroso

Die Stärkung der Stabilität und die Vertrauensbildung in der EU, vor allem nach der Einigung über Zypern, waren die Hauptthemen bei den Gesprächen zwischen Kommissionspräsident Barroso und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann in Wien.

“Ich glaube, wir stimmen beide darin überein, dass die Europäische Union an mehreren Fronten entschlossen handelt, um das Vertrauen in Europa wiederherzustellen und die Stabilität zu stärken. Eine Stabilität, die auch wichtig ist für das Wachstum. Unsere größte Sorge gilt dem Wachstum und der Beschäftigung, und wir sind uns einig, dass es ohne finanzielle Stabilität weder Wachstum noch neue Arbeitsplätze geben wird”, erklärte Präsident Barroso im Anschluss an sein Treffen mit Bundeskanzler Faymann.

Präsident Barroso wurde auch von Bundespräsident Fischer und Vizekanzler Spindelegger empfangen.

Präsident Barroso hob anschließend die Bedeutung der Bankenunion für die Finanzstabilität hervor.
 
„Wir sind dabei, eine Bankenunion aufzubauen und die Wirtschafts- und Währungsunion so zu festigen, dass uns eine Krise wie die, die wir gerade hinter uns haben – wie die in Zypern – in Zukunft erspart bleiben wird“, erklärte Barroso.  Die Einigung über Zypern, so der Präsident, „hat mehr als ein Jahr der Unsicherheit beendet“.

Was die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit anbelangt, so dankte Präsident Barroso Österreich für die Unterstützung des Kommissionsvorschlags für eine EU-weite Jugendgarantie und die Jugendbeschäftigungsinitiative und äußerte sich lobend über das erfolgreiche österreichische Modell zur Bekämpfung der sozialen Folgen der Krise.

„Einmal mehr möchte ich dem österreichischen Bundeskanzler Faymann für die hervorragenden Ergebnisse im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit danken. Ihre Erfahrung sollte in ganz Europa Beachtung finden“, forderte Präsident Barroso.

Am Donnerstag nahm Präsident Barroso auch an der internationalen Opernkonferenz von Opera Europa und RESEO teil. In seiner Eröffnungsrede zu dem Thema „Kultur als der Kitt, der Europa zusammenhält“, betonte er, dass gerade in Krisenzeiten Kultur notwendiger sei als je zuvor.

„Niemals war es notwendiger für uns, unser Wirtschaftsmodell sorgfältiger zu hüten als heute. Unser Wirtschaftsmodell, das wir als soziale Marktwirtschaft definieren, ein Modell, das wir an unsere Zeit anpassen müssen, um es zu erhalten, um es zu verteidigen. Und das bedeutet auch Unterstützung für kulturelle Aktivitäten, aus denen neue Ideen entstehen, Innovation und sozialer Zusammenhalt. Das ist auch der Grund, warum die Europäische Kommission davon überzeugt ist, dass auch in diesen schwierigen Zeiten knapper öffentlicher Kassen Europa nicht darauf verzichten darf, in Kultur zu investieren, denn Kultur ist ein Wachstumssektor für neue Arbeitsplätze. Arbeitsplätze, die eine Zukunft haben.“ 

Erklärung von Präsident Barroso nach seinem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann

Rede von Präsident Barroso: „Kultur: der Kitt, der Europa zusammenhält

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