Navigationsleiste

Erklärung von Präsident Barroso zu Zypern

EC

„Es ist extrem wichtig, für Finanzstabilität zu sorgen, denn sonst hätte Zypern diese Woche wahrscheinlich einen ungeordneten Bankrott riskiert. Zypern braucht einen Neustart der Realwirtschaft“, erklärte Präsident Barroso am Morgen, nachdem die Eurogruppe sich auf ein Hilfsprogramm für Zypern geeinigt hatte.

In der Nacht zum Montag einigte sich die Eurogruppe auf ein 10 Milliarden-Hilfspaket, das 55% des zyprischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Der Einigung vorausgegangen waren Gespräche auf höchster Ebene mit dem zyprischen Präsidenten.

Präsident Barroso erklärte in einer Stellungnahme am Montag, dass das Geschäftsmodell Zyperns nicht überlebensfähig sei und der zyprischen Bevölkerung keinen dauerhaften Wohlstand garantieren könne. Aus diesem Grund habe man eine Lösung finden müssen.

Neben Finanzstabilität brauche Zypern daher auch einen Neustart der Realwirtschaft. Aus diesem Grund kündigte Präsident Barroso die Gründung einer Taskforce für Zypern an, die der zyprischen Regierung mit technischer Hilfe zur Seite stehen werde.
„Wir wollen die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise abfedern, indem wir Mittel aus den Instrumenten der Europäischen Union mobilisieren und die zyprische Regierung dabei unterstützen, die finanzielle, wirtschaftliche und soziale Stabilität wiederherzustellen. Wir werden Zypern auch mit dem Know-how unterstützen, das notwendig ist, um neue Quellen wirtschaftlicher Tätigkeit zu schaffen. Die Kommission steht auf der Seite des zyprischen Volkes“, betonte Barroso.
Präsident Barroso forderte Zypern auf, bei der Umsetzung der Vereinbarungen Einigkeit und Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union rief Kommissionspräsident Barroso auf, Solidarität mit Zypern zu zeigen, das derzeit ungeheuren Herausforderungen gegenüberstehe.

Zur vollständigen Erklärung