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Präsident Barroso schreibt an den Europäischen Rat über die Bedeutung des Handels für Wachstum und Arbeitsplätze

EC

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hat in einem Brief an seine Kollegen im Europäischen Rat wenige Tage vor Beginn des EU-Gipfels Ende der Woche erläutert, welche  Bedeutung der Handel für Wachstum und Arbeitsplätze in der Europäischen Union hat.  

Dem Brief ist ein ausführliches Dokument beigefügt, das die Gründe zusammenfasst, die der EU-Handelspolitik zugrunde liegen, die Veränderungen in der Handelsagenda erläutert und die wichtigsten politischen Orientierungen darlegt, die von der Europäischen Union für die Zukunft berücksichtigt werden sollten.

„Der Handel ist ein wichtiger Hebel in unserer Strategie für die Förderung von Wachstum und Arbeitsplätzen in der EU… In Zukunft dürften 90% des weltweiten Wachstums außerhalb Europas geschaffen werden”, erklärte der Präsident. „Deshalb wird es für die zukünftige Dynamik und Nachhaltigkeit unserer Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sein, dass wir die Chancen nutzen, die diese externen Wachstumsquellen Europa bieten.”

Hierbei, so Barroso, gehe es „nicht nur um die Fähigkeit, Marktanteile zu halten oder neue hinzugewinnen. Sondern auch um die Fähigkeit der EU, im globalen Wettbewerb zu bestehen, globale Investitionen nach Europa zu holen und sich an globalen Wertschöpfungsketten zu beteiligen; und unseren Bürgern und Unternehmen zu helfen, Chancen in der ganzen Welt zu nutzen.“ 

Weiter erklärte der Präsident: „Die Bedeutung des multilateralen Handelssystems zu erhalten und zu stärken ist ein langfristiges strategisches Interesse der EU. Im Augenblick geht es jedoch vor allem darum, dass wir in unseren bilateralen Beziehungen aktiver werden.“

Als Beispiel zitierte Barroso die zukunftsweisenden Übereinkünfte wie das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea und den Abschluss der Verhandlungen mit Singapur. Die Kommission gehe auch davon aus, dass die Abkommen mit Kanada und Indien kurz vor dem Abschluss stehen, und werde demnächst Verhandlungen mit Japan und den Vereinigten Staaten aufnehmen. „Die Bedeutung dieser strategischen Partner kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betonte Barroso.

„Die EU insgesamt ist sehr erfolgreich in Sachen Welthandel. Allerdings ist die Situation innerhalb der EU sehr unterschiedlich. Hier gibt es nicht nur Unterschiede von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat und von Region zu Region, sondern auch zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren. Wir müssen diese Probleme im Rahmen unserer Wirtschafts- und Strukturpolitik lösen, vor allem im Zusammenhang mit den Reformen für eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Und unser Einsatz für offene Märkte wird auch in Zukunft davon abhängen, inwieweit wir in der Lage sind, wettbewerbsbeschränkende Praktiken durch die geeigneten Instrumente einzudämmen.“

Zum Brief pdf - 130 KB [130 KB] English (en) français (fr) português (pt)

Zum Beitrag der Kommission für die Februartagung des Europäischen Rates zum Thema Handel, Wachstum und Arbeitsplätze pdf - 764 KB [764 KB] English (en) français (fr) português (pt)

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