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Diskussion mit Erasmus-Studenten über den Friedensnobelpreis und die Zukunft Europas

Präsident Barroso im Gespräch mit Erasmus-Studenten an der Universität von Oslo © EU

Am Dienstag hat Kommissionspräsident Barroso an einer Diskussion mit Erasmus-Studenten aus ganz Europa teilgenommen. Bei der Diskussion ging es um vier Themen: den Friedensnobelpreis für die EU, die wirtschaftliche Lage in Europa, Jugend und die Zukunft Europas.   

An der Diskussion nahmen 32 Studentinnen und Studenten teil, die derzeit ein Erasmus-Austauschstudium absolvieren. Diese Studenten repräsentieren alle 27 EU-Länder und fünf weitere Länder, die ebenfalls am Erasmus-Programm beteiligt sind: die Schweiz, Kroatien, Norwegen, Island und die Türkei. 

Eine der ersten Fragen war, ob die EU den Friedensnobelpreis verdiene. Präsident Barroso antwortete, dieser Preis sei eine große Ehre für die EU, gleichzeitig erfülle er aber auch mit Demut. Er sei überzeugt, dass die EU diesen Preis verdient, denn „die Europäische Union ist das erfolgreichste Projekt transnationaler Zusammenarbeit, das jemals in Angriff genommen wurde. Niemals in der Geschichte der Menschheit hat es 27 Länder gegeben, die aus freien Stücken beschlossen haben, ihre Souveränität zu teilen, ihre Kapazitäten zusammenzulegen und Frieden, Freiheit und Demokratie zu verteidigen."

Was die augenblickliche wirtschaftliche Lage in Europa anbelangt, so äußerten sich viele Studenten besorgt über die sozialen Unruhen, die durch die Krise ausgelöst wurden, und den Anstieg extremistischer und populistischer Kräfte in einigen europäischen Ländern. Präsident Barroso erklärte, die EU sei zwar nicht schuld an der Krise, trotzdem spiele sie eine wichtige Rolle bei der Suche nach Lösungen, zum Beispiel der Verwirklichung einer vertieften Wirtschafts- und Währungsunion und einer europäischen Bankenaufsicht.

Die Studenten interessierten sich natürlich auch dafür, wie es mit dem Erasmus-Programm weitergeht, und sie wollten wissen, was gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa getan wird. Präsident Barroso hatte gute Nachrichten für sie: Gerade wurde eine Übereinkunft erzielt, durch die zusätzliche Mittel für das Jahr 2013 bereitgestellt werden, und sicherte den Studenten zu, dass das Programm einen festen Platz im Langzeithaushalt der EU hat. Mehr noch – die Kommission plant sogar eine Ausweitung des Erasmus-Programms. In Zukunft sollen nicht nur Studenten, sondern auch andere junge Menschen wie Jungunternehmer davon profitieren können. Barroso wiederholte, dass die Kommission überaus besorgt sei über die hohe Jugendarbeitslosigkeit und zahlreiche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung ergriffen habe, zum Beispiel ein Maßnahmenpaket gegen Jugendarbeitslosigkeit, das gerade erst letzte Woche von der Kommission vorgelegt wurde. 

Zum Abschluss der Debatte stellten einige Teilnehmer Fragen zur Zukunft Europas, zum Beispiel zum Thema Erweiterung und politische Integration.

Zum Video mit Auszügen aus der Diskussion  (10 Minuten)

Zum Video über die gesamte Diskussion (50 Minuten)