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Abfälle und natürliche Ressourcen

30 Jahre Abfallgesetzgebung der EU haben sich deutlich positiv auf die Abfallbewirtschaftung in Europa ausgewirkt. Dennoch wächst die gesamte Abfallmenge immer noch praktisch genauso schnell wie die Wirtschaft. Dies bedeutet nicht nur eine ständige Herausforderung, sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen, denn Ressourcen werden am Ende ihrer Nutzungszeit zu Abfällen. Die Ressourcennutzung war in den europäischen umweltpolitischen Debatten der letzten 30 Jahre immer ein Thema. Die derzeitige Praxis untergräbt die Fähigkeit unseres Planeten, die Ressourcen und Umweltleistungen, auf die sich unser Wohlstand und Wachstum gründen, zu regenerieren.

Wir stehen vor der Aufgabe, Wachstum zu fördern und anzuregen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der Zustand der Umwelt sich nicht verschlechtert. Unser Ziel ist eine ressourceneffiziente Gesellschaft, die Abfälle vermeidet und die Restabfälle als Ressource nutzt. Dies wird uns helfen, unser übergeordnetes Ziel zu erreichen, das darin besteht, die mit der Nutzung natürlicher Ressourcen einhergehenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt – von Klimaänderungen bis zur Übernutzung bestimmter Ressourcen – zu verringern.

Zur Verwirklichung dieser Ziele hat die Kommission zwei langfristige Strategien vorgeschlagen: die Strategie zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen und die Strategie für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Die Umsetzung dieser Strategien ist im Gange.

Die beiden Strategien sind eng miteinander verwoben: Ressourcen werden zu Abfällen; daher enthalten Abfälle Stoffe und Energie, die wiederverwertet werden können und so erneut zu Ressourcen werden. Im Grunde genommen ist die Erzeugung von Abfällen ein Symptom einer ineffizienten Ressourcennutzung, und daher kommt einer konsequenten Abfallpolitik eine Schlüsselrolle als Beitrag zur effizienten Ressourcennutzung zu.

Die Abfallstrategie hat die Entwicklung nationaler Abfallvermeidungsprogramme ins Rollen gebracht und zur Förderung stabiler Märkte für Wiederverwertungstätigkeiten sowie der Vereinfachung und Modernisierung des EU-Abfallrechts – insbesondere der Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie – beigetragen. Die Abfallpolitik der EU wird durch das Denken in Lebenszyklen ergänzt, das zum Ziel hat, negative Umweltauswirkungen während des gesamten Produktlebenszyklusses - von Herstellung über Nutzung bis zur Entsorgung – zu minimieren.

Mit der Ressourcenstrategie betreten wir neuen Grund. Ihre Schwerpunkte sind die Verbesserung unserer Kenntnisse, die Entwicklung von Überwachungsinstrumenten und die Förderung strategischer Konzepte in bestimmten Wirtschaftszweigen auf nationaler und internationaler Ebene, um die durch die Ressourcennutzung in unserer wachsenden Wirtschaft entstehenden negativen Umweltauswirkungen zu verringern.

Wenn wir die Umwelterfordernisse und die Interessen der Beteiligten berücksichtigen wollen, ist unser Weg klar vorgezeichnet: weniger Abfall, mehr und bessere Wiederverwertung und nachhaltigere Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Abfall und natürliche Ressourcen – Internetseiten der EU zur Umwelt