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Boden

Der Boden besteht aus Mineralpartikeln, organischem Material, Wasser, Luft sowie lebenden Organismen und ist ein komplexes, variables und lebendes Medium. Er ist eine nicht erneuerbare Ressource, die viele lebenswichtige Funktionen erfüllt: Erzeugung von Nahrungsmitteln und sonstiger Biomasse sowie Speicherung, Filterung und Umwandlung vieler Stoffe, darunter Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff. Aufgrund all dieser Funktionen ist der Boden schutzwürdig.

Erosion, der Verlust organischer Substanz, Verdichtung, Versalzung, Erdrutsche, Verunreinigung und Versiegelung: Alle diese Faktoren beschleunigen die Bodenverschlechterung und beeinträchtigen so die menschliche Gesundheit, die natürlichen Ökosysteme, das Klima und unsere Wirtschaft.

Der Boden ist die Grundlage schlechthin für menschliche Tätigkeiten und natürliche Ökosysteme und muss daher schon um seiner selbst willen geschützt werden. Außerdem liefert er uns Lebensmittel, Trinkwasser und Rohstoffe. Er ist einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher und von entscheidender Bedeutung für den Wasserkreislauf.

2006 nahm die Europäische Kommission eine Strategie für den Bodenschutz und einen Vorschlag für eine EU-Rahmenrichtlinie zum Bodenschutz an. Aufgrund mangelnder Fortschritte bei den Verhandlungen im Rat beschloss die Kommission im Mai 2014, den Vorschlag zurückzuziehen, um den Weg für eine andere Initiative zu ebnen, die es der EU erlauben soll, ihren Verpflichtungen aus dem 7. Umweltaktionsprogramm nachzukommen, nämlich bis 2020 einen angemessenen Schutz des Bodens zu gewährleisten, insbesondere durch Verringerung der Bodenerosion, Sanierung kontaminierter Böden und Erhöhung der organischen Bodensubstanz.

Die Kommission prüft derzeit verschiedene Optionen, wie diese Ziele am besten erreicht werden können.