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Natur und biologische Vielfalt

Die biologische Vielfalt ist das verschlungene Netz des Lebens, von dem wir alle abhängen. Der Verlust dieser Vielfalt in bisher ungekanntem Ausmaß, dem wir uns heute gegenübersehen, droht die lebenserhaltenden Systeme unseres Planeten bis zu einem Punkt zu untergraben, von dem es kein Zurück mehr gibt.

Die EU hat sich entschieden dafür ausgesprochen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und die Staats- und Regierungschefs der EU sind entschlossen, dem Verlust an biologischer Vielfalt in Europa bis 2010 Einhalt zu gebieten. Doch dieses Ziel wird wahrscheinlich nicht erreicht werden, denn die biologische Vielfalt und die Ökosystemleistungen haben sich insgesamt weiter verschlechtert. Deshalb ist ein neuer politischer Rahmen für biologische Vielfalt erforderlich, mit dem diese wirksam geschützt werden kann.

2010, im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt, wird die EU ihre neuen Vorstellungen und Ziele für die biologische Vielfalt verabschieden. Diese wird sie im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt, das sie unterzeichnet hat, bei der weltweiten Debatte über die Zukunft der biologischen Vielfalt nach 2010 vertreten.

Das UN-Übereinkommen sieht ein globales Netz zum Schutz der biologischen Vielfalt vor. Die Antwort der EU ist das Netz Natura 2000, das weltweit größte Netz von Schutzgebieten, das insgesamt rund 18% der EU-Fläche umfasst und ständig größer wird. Ein Kernelement des Ansatzes der EU ist es, dass eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung innerhalb des Netzes gestattet ist, solange sie auf kontrollierte Weise erfolgt.

Der Verlust an biologischer Vielfalt in der EU kann eingedämmt werden. Damit dies wirklich geschieht, müssen aber die Vogelschutzrichtlinie und die Habitat-Richtlinie sowie alle anderen verwandten Konzepte, Strategien und Rechtsvorschriften, die die EU verabschiedet hat, wirksam umgesetzt werden.

Der EU-Aktionsplan zur Eindämmung des Verlustes der biologischen Vielfalt umfasst zehn vordringliche Ziele, darunter biologische Vielfalt in der EU und in der übrigen Welt, Klimawandel und Ausbau der Wissensgrundlage. Für den Erfolg des Plans ist eine starke Partnerschaft zwischen den EU-Institutionen, den Behörden der Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft erforderlich.

Biologische Vielfalt und Natur – Internetseiten der EU zur Umwelt
2010 – Internationales Jahr der biologischen Vielfalt