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Umgebungslärm

Umgebungslärm beeinträchtigt die Gesundheit, wenngleich die Auswirkungen wesentlich von der Intensität und Dauer der Belastung sowie von der individuellen Lärmempfindlichkeit abhängen.

Viele Menschen leiden wegen ständiger Belästigung durch Straßenverkehrs- und Flugzeuglärm unter anderem unter Unruhe, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Spezielle Maßnahmen sollten für besonders schutzbedürftige Gruppen der Gesellschaft vorgesehen werden, insbesondere für Kinder, deren Lernfähigkeit ebenfalls beeinträchtigt werden kann.

In dem 1996 von der EU-Kommission vorgelegten Grünbuch über eine künftige europäische Lärmschutzpolitik wurden drei Bereiche umrissen, die ein gemeinschaftliches Handeln erforderten. In der Folge wurde am 25. Juni 2002 die „Umgebungslärm-Richtlinie“ erlassen (Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm). Mit der Richtlinie werden folgende Ziele verfolgt

  • Es soll ein gemeinsames Konzept entwickelt werden, um schädliche Auswirkungen von Umgebungslärm, einschließlich Lärmbelästigung, zu verhindern, zu vermeiden oder zu mindern.
  • Zudem sollen vorhandene ruhige Gebiete geschützt werden.
  • Darüber hinaus soll die Richtlinie die Grundlage für EU-Maßnahmen bilden, mit deren Hilfe der von den wichtigsten Quellen ausgehende Lärm verringert wird.

Gemäß dieser Richtlinie müssen die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten strategische Lärmkarten unter Verwendung gemeinsamer Indikatoren erstellen, damit die Öffentlichkeit über die Lärmbelastung und ihre Auswirkungen informiert wird. Außerdem haben sie Aktionspläne zur Bekämpfung des Umgebungslärms auszuarbeiten. In den ersten Lärmkarten (Juni 2007) und Aktionsplänen (Juli 2008) geht es um 155 Ballungsräume mit mehr als 250 000 Einwohnern sowie 80 000 km Hauptverkehrsstraßen, 12 000 km Haupteisenbahnstrecken und 76 Verkehrsflughäfen der EU.

Lärm - Internetseiten der EU zur Umwelt