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Umwelttechnologien und Umweltinnovationen

In den EU-Strategien für Wachstum und Beschäftigung sowie für nachhaltige Entwicklung wird besonderes Augenmerk auf die Gewährleistung eines hohen Umweltschutzniveau bei fortgesetztem Wirtschaftswachstum gelegt. Innovation ist dabei ein wesentlicher Faktor und mit der europäischen Innovationspolitik soll der Übergang zu einer wissensbasierten und ressourceneffizienten Wirtschaft vollzogen werden.

Diese Strategien haben 2004 zur Entwicklung des EU-Aktionsplans für Umwelttechnologien (ETAP - European Environmental Technologies Action Plan) geführt. Der Aktionsplan umfasst Maßnahmen zur Förderung von Umweltinnovationen und zur großmaßstäblichen Einführung von Umwelttechnologien zum besseren Schutz der Umwelt und als Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Erfindungen aus den Forschungslabors zur Marktreife zu bringen, die Marktbedingungen zu verbessern und verantwortungsvolle Investitionen in Umwelttechnologien in Entwicklungsländern zu fördern.

Umweltinnovation trägt erheblich zu Europas Bemühen bei, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die europäischen Umweltindustrien umfassen Bereiche wie klimafreundliche Technologien, Luftreinhaltung, Abwasserentsorgung und Recycling. Insgesamt werden hier bereits rund 320 Milliarden Euro (etwa 2,5 % des Bruttoinlandprodukts der EU) umgesetzt, um die 3,4 Millionen Menschen beschäftigt (etwa 1,5% der Gesamtbeschäftigtenzahl in der EU). Der Anteil am Gesamtmarkt macht etwa ein Drittel aus.

Zu den bedeutenden Beispielen aktueller Anstrengungen der Kommission im Rahmen von ETAP zählen: der unmittelbar bevorstehende Vorschlag für ein System zur Überprüfung europäischer Umwelttechnologie, die Nutzung des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) als Beitrag zur Finanzierung umweltinnovativer Unternehmen entweder direkt durch Pilot- und Technologievermarktungsprojekte oder indirekt durch Investition in derartige Unternehmen über Risikokapitalfonds.

Die ETAP-Maßnahmen sind auch eng mit anderen einschlägigen Strategien der Kommission verknüpft und fügen sich in diese ein, wie die Leitmarktinitiative (2007), der Strategieplan für Energietechnologie (2007) und der kürzlich vorgelegten Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch (2008). Aufbauend auf der Mitteilung über die Einrichtung von ETAP und den (im Januar 2005 und Mai 2007 veröffentlichten) Berichten stellt die Kommission gegenwärtig jedoch Überlegungen zur Förderung der umfassenderen Nutzung von Umweltinnovationen an und arbeitet an einer Reihe von Maßnahmen für die Zukunft.

ETAP – Internetseiten der EU zur Umwelt