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Luft

Europa hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte bei der Sauberkeit der Atemluft erzielt. Dennoch führt die Luftverschmutzung weiterhin zu Gesundheits- und Umweltschäden und bleibt daher ein ernsthaftes Problem. Schlechte Luftqualität fordert zehnmal mehr Todesopfer als Straßenverkehrsunfälle. Daneben verursacht die Luftverschmutzung zahlreiche Arbeitsausfälle und wirkt sich so auf Produktivität und Gesundheitskosten aus. Sie schädigt Ökosysteme, Kulturpflanzen und Gebäude. Die direkten Kosten der Luftverschmutzung für die Gesellschaft belaufen sich Schätzungen zufolge auf rund 23 Milliarden Euro jährlich.

Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission nach einer Überprüfung der aktuellen EU-Luftqualitätspolitik im Dezember 2013 das Maßnahmenpaket für saubere Luft angenommen. Dieses Paket umfasst

  • ein neues Programm „Saubere Luft für Europa“ mit Luftqualitätszielen für den Zeitraum bis 2030,
  • eine überarbeitete Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen mit strengeren nationalen Emissionshöchstmengen für die sechs wichtigsten Schadstoffe und
  • einen Vorschlag für eine neue Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch mittelgroße Feuerungsanlagen, wie z. B. Kraftwerke für Straßenblöcke oder große Gebäude sowie kleine Industrieanlagen.

Das Maßnahmenpaket für saubere Luft wird voraussichtlich zahlreiche vorzeitige Todesfälle vermeiden helfen und dazu beitragen, die Ökosysteme vor Stickstoffverschmutzung und Versauerung zu bewahren. Es wird zu höheren Ernteerträgen und geringeren Gebäudeschäden führen.

Außerdem wird es sich durch die Senkung der Gesundheitskosten und krankheitsbedingter Fehlzeiten letztlich positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken und damit Beschäftigungsimpulse setzen und unmittelbaren Nutzen infolge höherer Produktivität bringen.