Ein neuer Vorschlag zur nuklearen Sicherheit

13/06/2013

Mit 132 Kernreaktoren in 14 EU-Mitgliedstaaten ist die Sicherheit der Stromerzeugung aus Kernenergie von entscheidender Bedeutung für alle Europäer.

Die Kommission hat in ihrem Vorschlag zur Änderung der 2009 erlassenen Richtlinie zur nuklearen Sicherheit sowohl den aus Fukushima gezogenen Lehren als auch den Ergebnissen der nach diesem Unfall in der EU durchgeführten Stresstests Rechnung getragen. Ferner wird der EU-Rahmen für nukleare Sicherheit an die auf internationaler Ebene erzielten technischen Fortschritte angepasst. Die neue Richtlinie sieht EU-weite Sicherheitsziele vor, um die Gefahren einzudämmen und so Menschen und Umwelt zu schützen.

Ferner sollen verbindliche Überprüfungen auf europäischer Ebene eingeführt werden, die alle sechs Jahre stattfinden. Zudem muss jede kerntechnische Anlage mindestens alle zehn Jahre eine nationale Sicherheitsüberprüfung und vor einer etwaigen Laufzeitverlängerung einen speziellen Check durchlaufen.

Alle neu gebauten Kernkraftwerke müssen so ausgelegt sein, dass bei Beschädigung des Reaktorkerns keine Radioaktivität nach außen freigesetzt wird.

Aber höchste nukleare Sicherheitsstandards lassen sich nicht nur durch Überprüfungen und Sicherheitsmaßnahmen erreichen, auch die nationalen Regulierungsbehörden müssen in ihren Entscheidungen unabhängig sein. Und politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen müssen hinter Sicherheitsaspekten zurückstehen.
Zudem erfordert nukleare Sicherheit auch größtmögliche Transparenz seitens aller Beteiligten: Betreiber, Regulierungsbehörden und Mitgliedstaaten.

 

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