Kommission plant, die Entwicklung "intelligenterer Städte" zu unterstützen

14/05/2013

Unter der Federführung der Europäischen Kommission arbeitet nun eine prominente Gruppe von Bürgermeistern und Wirtschaftsvertretern daran, Europas Städte "intelligenter" zu machen. Heute fand, auf Einladung der Vizepräsidenten Kallas und Kroes sowie des Kommissars Oettinger, die erste hochrangige Zusammenkunft der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) "Intelligente Städte und Gemeinschaften" statt. Städte und Gemeinden stehen bei ihren Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit und eine bessere Lebensqualität vor immer größeren Herausforderungen. Die EIP will eine flächendeckende Verbreitung innovativer Technologien in den Bereichen Mobilitätsmanagement, Erzeugung, Verteilung und Verbrauch von Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie fördern.

Staus auf der Straße, die zumeist im städtischen Raum auftreten, kosten Europa jedes Jahr ca. 1 % seines BIP. Mit dem Einsatz von IKT zwecks besserem Management der städtischen Verkehrsflüsse oder zur Erleichterung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel könnte das Problem entschärft werden. Ein weiteres Beispiel ist der Bausektor, der in der EU den höchsten Anteil am Energieverbrauch (ca. 40 %) und den höchsten Treibhausgasausstoß hat. Mit einer besseren, IKT-gestützten Steuerung ließe sich der Energieverbrauch um bis zu 15 % senken und die Spitzenlast um 15 % reduzieren, was einer Minderung des CO2-Ausstoßes um 20 % gleichkäme.

Die EIP bemüht sich auch um eine intensivere Zusammenarbeit von örtlichen Entscheidungsträgern, Technologieanbietern und Vertretern der Zivilgesellschaft. Die Kommission will als Katalysator fungieren, indem sie Partnerschaften fördert, in deren Rahmen Stakeholder sich auf der Basis einer kooperativen Selbstorganisation engagieren. Zur Unterstützung einer EIP bedient sich die Kommission ihres gesamten Instrumentariums: politische Führungsrolle, Innovationsförderung und regulatorische Maßnahmen. Im Herbst wird die Gruppe einen so genannten Strategischen Durchführungsplan vorlegen mit konkreten operationellen Zielsetzungen sowie Empfehlungen für die Kommission in Sachen Innovation.