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EMISSIONSHANDELSSYSTEM DER EU

Bei ihren Bemühungen, den Klimawandel durch Senkung der Treibhausgasemissionen zu bekämpfen, verfolgt die EU einen marktorientierten, kosteneffizienten Ansatz. Mit dem Emissionshandelssystem der Europäischen Union (EU-EHS) wurde eine Obergrenze für die Emissionen in der EU festgelegt und ein Markt für Emissionszertifikate geschaffen, der eine treibende Kraft für die technologische Entwicklung und für Investitionen in CO2-emissionsarme Technologien ist.

Ein System nach dem Prinzip des „Cap and trade“ (Deckelung und Handel).

Seit seiner Einführung im Jahr 2005 hat sich das EU-Emissionshandelssystem schnell zur wichtigsten treibenden Kraft des allmählich entstehenden internationalen CO2-Marktes entwickelt," sagte Connie Hedegaard.

Das System, das die EU-Kommissarin als „weltweit größtes unternehmensbasiertes Cap-and-trade-System“ bezeichnet, bewirkt, dass energieintensive Industriezweige wie der Kraftwerk-, der Stahl- und der Zementsektor jedes Jahr jede emittierte Tonne über CO2-Zertifikate abdecken müssen.

Grundsätzlich wird den Unternehmen eine gewisse Menge Zertifikate kostenlos zugeteilt. Reicht diese aber nicht aus, können sie entweder Maßnahmen treffen, um ihre Emissionen zu verringern – beispielsweise durch Investitionen in effizientere Technologien oder die Nutzung CO2-emissionsärmerer Energiequellen -, oder sie können die benötigten Zertifikate am CO2-Markt erwerben bzw. auch beide Möglichkeiten kombinieren. Unternehmen, deren Emissionen unter ihren Emissionsrechten bleiben, können überzählige Zertifikate verkaufen.

Ein vorbildlicher Ansatz

Im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems wird die Gesamtzahl der Zertifikate allmählich verringert, so dass die Treibhausgasemissionen insgesamt zurückgehen. So sollen die Emissionen im Jahr 2020 um 21 % unter denen des Jahres 2005 liegen.

Das Beispiel des EU-EHS sollte ein Ansporn für solche Länder sein, die die Einrichtung eigener Cap-and-trade-Systeme erwägen. Diese könnten untereinander vernetzt werden, um einen stärkeren internationalen CO2-Markt zu schaffen“, sagte Connie Hedegaard.

Größer und stärker werden

Ab 2012 wird auch der Luftverkehrssektor, der etwa 3 % der EU-Emissionen verursacht, in das EU-EHS einbezogen.

2013, zu Beginn der dritten Handelsperiode, wird das System weiter auf die petrochemische Industrie, die Ammoniak- und die Aluminiumherstellung sowie auf zusätzliche Gase ausgedehnt.

Während in der ersten und zweiten Handelsperiode die Versteigerung von CO2-Zertifikaten nur eine geringe Bedeutung hatte, wird sie ab 2013 die Hauptzuteilungsmethode sein.

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Letzte Aktualisierung: 02/10/2013 | Seitenanfang