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WODURCH WIRD DER KLIMAWANDEL VERURSACHT?

Die Veränderungen, die unser Planet im Verlaufe seiner Geschichte durchlaufen hat, sind das Ergebnis natürlicher Faktoren, etwa kleinster Veränderungen der Erdumlaufbahn um die Sonne, vulkanischer Aktivität und Schwankungen innerhalb des Klimasystems. Allerdings wächst der Einfluss des Menschen auf unser Klima durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, die Abholzung der Regenwälder und die Viehhaltung.

Der Treibhauseffekt

Die Sonnenenergie erwärmt die Erdoberfläche. Diese Wärme wird von unserem Planeten zum Teil zurück in den Weltraum abgestrahlt. Bestimmte Gase in der Atmosphäre wirken wie die Glaswände eines Treibhauses: Sie lassen die Sonnenenergie herein, verhindern aber, dass die Wärme nach außen abgegeben wird.

Manche Treibhausgase – z. B. Wasserdampf, das am stärksten vertretene Treibhausgas – kommen von Natur aus in der Atmosphäre vor. Ohne sie läge die Durchschnittstemperatur der Erde bei unerträglich kalten -18 ºC, während sie derzeit 15 ºC beträgt.

Durch menschliche Aktivität gelangen jedoch zusätzlich gewaltige Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre, verstärken den Treibhauseffekt und erwärmen das Kima.

Ein akutes Problem

Das durch unsere Aktivitäten am häufigsten entstehende Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO2). Es ist für 63 % der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung verantwortlich. Eine der Hauptquellen von CO2 in der Atmosphäre ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe – Kohle, Öl und Gas.

In den letzten Jahrhunderten haben unsere Gesellschaften immer größere Mengen fossiler Brennstoffe verbrannt, um Maschinen anzutreiben, Strom zu erzeugen, Gebäude zu heizen sowie Personen und Güter zu transportieren. Seit Beginn der industriellen Revolution ist die CO2–Konzentration in der Atmosphäre um etwa 37 % gestiegen – Tendenz weiter ansteigend.

Abholzung – ein doppelter Schlag für das Klima

Durch die Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre tragen Bäume zur Regulierung des Klimas bei, und gewaltige Mengen Kohlenstoff sind in den Wäldern der Welt gespeichert. Bei der Abholzung von Wäldern wird der in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff als CO2 in die Atmosphäre freigesetzt und trägt dort zum Treibhauseffekt bei. Dazu kommt, dass zerstörte Wälder kein CO2 mehr aus der Atmosphäre aufnehmen können.

Kleine Menge, große Wirkung

Andere Treibhausgase werden in geringeren Mengen als CO2 freigesetzt. Allerdings ist ihre Wärme absorbierende Wirkung sehr viel stärker als diejenige von CO2 – in einigen Fällen um das Mehrtausendfache – so dass sie ebenfalls stark zur globalen Erwärmung beitragen.

  • Methan, das zweitwichtigste Treibhausgas nach CO2, ist zu 19 % für die globale Erwärmung durch menschliche Aktivitäten verantwortlich. Ein Grund für die steigenden Methanemissionen ist die Ausweitung der Viehzucht aufgrund des steigenden Konsums von Fleisch und Milchprodukten. Die Bakterien, die bei Rindern und Schafen die Verdauung von Nahrung unterstützen, produzieren Methangas, das die Tiere zurück in die Atmosphäre ausstoßen.

  • Fluorchlorkohlenwasserstoffe und andere industrielle Gase, die die schützende Ozonschicht der Erde schädigen, sind für etwa 12 % der globalen Erwärmung verantwortlich. Sie werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen, in einigen Fällen jedoch durch fluorierte Gase ersetzt, die noch stärkere Treibhausgase sein können.

  • Stickoxid ist zu 6 % für die vom Menschen gemachte globale Erwärmung verantwortlich. Emissionsquellen sind u. a. Düngemittel auf Stickstoffbasis, die Verbrennung fossiler Brennstoffe und bestimmte industrielle Verfahren, wie etwa die Produktion von Nylon.
Letzte Aktualisierung: 20/09/2011 | Seitenanfang