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Connie Hedegaard: „Wir setzen Kurs auf die Senkung von Emissionen aus der Schifffahrt“

Frachtschiff © CC BY-SA Beat Strasser

Die Europäische Kommission machte heute den ersten Schritt zur Senkung von Treibhausgasemissionen aus der Schifffahrt. Sie legte einen Gesetzesvorschlag vor, gemäß dem die Eigner großer Schiffe, die Häfen in der EU anlaufen, den jährlichen CO2-Ausstoß ihrer Schiffe ab 2018 überwachen und mitteilen müssen.

Außerdem veröffentlichte die Kommission eine Mitteilung, in der sie ihre Strategie zur Senkung dieser Emissionen erläutert, die möglichst auf globaler Ebene durchgeführt werden sollten.

Connie Hedegaard sagte dazu: „Heute nehmen wir endlich Kursauf die Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem Seeverkehr. Das EU-Überwachungssystem wird für die Schifffahrtsbranche ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, da es die Transparenz in Bezug auf die Emissionen erhöht und für Schiffseigner Anreize zur Reduzierung dieser Emissionen schafft. Diese Initiative steht in voller Übereinstimmung mit den jüngsten Vorschlägen zu globalen Effizienznormen für Kraftstoffe und marktorientierten Maßnahmen, die im Rahmen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) erörtert werden. Ein robustes System für die Überwachung, Meldung und Prüfung der Emissionen ist eine Grundvoraussetzung für sinnvolle Diskussionen auf europäischer und globaler Ebene über Emissionsziele für diese Branche.“

Ziel des Vorschlags ist die Schaffung eines EU-Rechtsrahmens für die Sammlung und Veröffentlichung geprüfter jährlicher Daten über die CO2-Emissionen aller großen Schiffe (über 5000 BRZ), die EU-Häfen anlaufen – unabhängig vom Ort ihrer Registrierung.

Die Verordnung wird die Schiffseigner verpflichten, die von ihren großen Schiffen auf ihren Fahrten nach, von und zwischen EU-Häfen verursachten geprüften CO2-Mengen zu überwachen und mitzuteilen. Die Eigner werden außerdem bestimmte andere Informationen bereitstellen müssen, z. B. Daten zur Ermittlung der Energieeffizienz der Schiffe.

Die Vorschriften sollen ab dem 1. Januar 2018 gelten.

Der für Mobilität und Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Siim Kallas äußerte sich wie folgt: „Uns ist bewusst, dass auch der Seeverkehr zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen muss, vorzugsweise durch globale Maßnahmen, die ökologisch am wirksamsten und wirtschaftlich sinnvoll sind. Mit Blick auf den stark globalen Charakter des Seeverkehrs kann dies am besten über die Internationale Seeschifffahrtsorganisation erreicht werden. Auf der Grundlage des heute vorgestellten Konzepts wird die EU gemeinsam mit ihren globalen Partnern ihre Bemühungen um eine umfassende internationale Lösung fortsetzen. Der heute vorgelegte Vorschlag ist ein wesentlicher Beitrag zu den Anstrengungen der IMO zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Steigerung der Kraftstoffeffizienz der Schiffe durch eine Reihe von Instrumenten einschließlich technischer und marktorientierter Maßnahmen.”

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Letzte Aktualisierung: 21/03/2014 | Seitenanfang