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Connie Hedegaard: Doha-Konferenz muss Grundlage schaffen für internationales Klimaübereinkommen im Jahr 2015

23/11/2012

DOHA 2012 (COP 18/CMP 8)

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die folgende Woche in Doha (Katar) stattfindet, hat die schwierige Aufgabe, das im letzten Jahr beschlossene Übereinkommen zur Verbesserung globaler Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

Kommissarin Hedegaard erklärte: „In Doha muss an den Durchbruch angeknüpft werden, den wir in Durban erzielt haben, und es müssen Fortschritte bei der Vorbereitung des rechtsverbindlichen globalen Klimaübereinkommens für 2015 gemacht werden. Genauso wichtig wird es sein, sich auf weitere Maßnahmen zur Senkung der Emissionen zu einigen, um den Temperaturanstieg auf weniger als 2 °C zu begrenzen. Die EU steht weiterhin zu ihrer Verpflichtung, an einer zweiten Phase des Kyoto-Protokolls mitzuwirken und Entwicklungsländer mit umfangreichen Finanzhilfen bei der Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Die Doha-Konferenz findet vor dem Hintergrund des jüngsten Berichts der Weltbank und des UNEP-Berichts über die Emissionslücke („Emissions Gap Report“) statt, die deutlich machen, dass die Welt kostbare Zeit verliert.“

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Hintergrund

Die Doha-Konferenz findet vom 26. November bis 7. Dezember statt. Die Europäische Union wünscht ein Ergebnis, bei dem bei allen Punkten des in Durban vereinbarten Maßnahmenpakets Fortschritte erzielt werden und der Weg für ein neues globales Klimaübereinkommen bis zum Jahr 2015 bereitet wird. Zudem bat die EU Katar, das den Vorsitz führt, Diskussionen auf Ministerebene einzuleiten, um konkrete Maßnahmen zur weiteren Senkung der weltweiten Emissionen vor dem Jahr 2020 zu beschließen. Die EU steht entschlossen zu dem Beitrag, den sie zu der in Durban erzielten Übereinkunft leisten wird und zu ihrer Verpflichtung zur Mitwirkung an der zweiten Phase des Kyoto-Protokolls.

Die EU ist die weltweit größte Geberin öffentlicher Entwicklungsgelder, mit denen auch Klimaprojekte in Entwicklungsländern finanziert werden. In Doha will die EU zeigen, dass sie auf dem Weg ist, die von ihr für den Zeitraum von 2010–2012 zugesagte „Schnellstart“-Finanzierung für Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von 7,2 Mrd. Euro in voller Höhe zu zahlen. Des Weiteren will die Europäische Union mit ihren Partnern in den Entwicklungsländern erörtern, wie sich 2013–2014 wesentliche Finanzströme im Rahmen der Klimaschutzfinanzierung der EU aufrechterhalten lassen.

In ihrem jährlichen Bericht über die Emissionslücke PDF file [128 KB] weist UNEP darauf hin, dass falls die derzeitigen Verpflichtungen der Länder zu Emissionssenkungen eingehalten werden, die Emissionen 2020 unter den üblichen Wert gesenkt werden können, jedoch nicht auf das für den vereinbarten Grenzwert von 2 °C erforderliche Niveau. Dadurch entstehe eine beträchtliche „Emissionslücke“.

In ihrem Bericht „Turn down the heat“(Heizung runter!) beschreibt die Weltbank, wie die Welt aussehen würde, wenn die Temperatur um vier Grad anstiege. In dem Bericht heißt es weiter, dass ein Ausweg aus diesem Szenario für Gesundheit und Wohlergehen der Menschen in der ganzen Welt unerlässlich ist.

Letzte Aktualisierung: 23/11/2012 | Seitenanfang